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Erster Spatenstich für die Gesamtschule am Forstgarten in Kleve

Erster Spatenstich : Start für die 41-Millionen-Euro-Schule

Mit dem ersten Spatenstich für die Gesamtschule am Forstgarten beginnt Kleves großes Bauprojekt der weiterführenden Schulen. Die Gesamtschule soll im Juni 2022 fertig werden.

Mit dem ersten Spatenstich an der Wasserburgallee fiel der Startschuss für den ersten von drei Schul-Großbauten der Stadt Kleve. 41 Millionen Euro will die Stadt in den kommenden zwei Jahren hier zwischen Barockpark und Wasserburg verbauen, zwei große moderne Schultrakte, eine lichte Mensa und eine Erweiterung der Sporthalle sollen neben das alte Schulgebäude, das auch umgebaut wird, gestellt werden. Als Ganzes sollen der Bau der Gesamtschule am Forstgarten endlich die Räume geben, die sie braucht.

Es hat lange gedauert, bis jetzt mit dem symbolischen Wurf von Wiesenstücken das Werk beginnen kann. Eigentlich hätte hier, wo in der Dämmerung des Donnerstagsnachmittags acht Spaten in Reih und Glied geordnet standen und darauf warteten, genutzt zu werden, schon 2018 der Neubau für die Schule fertig sein sollen. Hätten hier schon die bald 1000 Schüler der Gesamschule ihre schulische Heimat haben sollen. 2018, als die Schule hätte fertig sein sollen, wurde von der Stadt aber erst mit großem Brimborium der Generalunternehmer vorgestellt, der den Bau fristgerecht und ohne Mängel bis Mitte 2022 hochziehen will. Mit der Errichtung der neuen Baukörper und der Sanierung der bestehenden Gebäude beauftragte die Stadt damals das Architektur- und Ingenieurbüro pbr Planungsbüro Rohling AG.

Die Gesamtschule am Forstgarten wird nach Fertigstellung Platz für eine sechszügige Sekundarstufe I und eine vierzügige Sekundastufe II bieten. Der Rohbau solle im Mai 2020 emporwachsen, sagte Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing in ihrer Ansprache vor Eltern und Lehrern und Vertretern der Schüler und der Politik, bevor sie zum Spaten griff und in den Rasen des ehemaligen Sportplatzes zwischen Schule und Landwehr stieß. „Es ist ein kleines Stückchen Erde, das uns viel bedeutet“, sagte Northing. Schulleiterin Rose Wecker freute sich, dass am Spaten so beherzt zugegriffen wurde: „Wenn wir so weiter machen, dann werden wir in zwei Jahren fertig sein“, sagte Wecker.

Das sollte die Schule auch: Denn die Lehrer sind mit großen Enthusiasmus nach Kleve gekommen und haben sich auf die neue Schule und das neue Gebäude gefreut. „Die neuen Gebäude wurden mit uns entwickelt. Sie sind genau das, was wir uns vorstellen“, sagte Stefan Püplichhuisen von der Schulleitung. Er schaute auf die großen Pläne, die im Gang des Altbaus hängen und zeigte auf Haus 1, das dreigeschossig errichtet wird. Ein moderner, nach außen kantiger Bau, der in seinem Inneren mit geschwungenen Fluren und großzügigen Fenstern zum Innenhof überrascht, mit Lerninseln und einem naturwissenschaftlichen Trakt.

Dieser große Bau liegt auf dem Sportplatz genau dort, wo der Spatenstich war. Auf der anderen Seite des Altbaus entsteht der Oberstufentrakt für die 80 Schüler pro Jahrgang, die zum Abitur kommen sollen. Zwischen Haus 1 und dem Altbau kommt die großzügig verglaste Mensa für die Schüler. Die biete, so Northing am Donnerstagnachmittag, bis zu 600 Menschen Platz bei Veranstaltungen.

Man schaffe es mit dem Neubau, für die zu zwei Jahrgängen zusammengefassten vier „Schulen“ der Gesamtschule jeweils eigene Trakte einrichten zu können, erklärte Püplichhuisen. Die 5er und 6er werden im modernisierten Altbau unterkommen. Zum Schuljahr 22/23 dürfen sie dann, wenn alles gut geht, die fertige Schule stürmen.