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Kreis Kleve: Erfolgreiches Netzwerk gegen Promille-Fahrten

Kreis Kleve : Erfolgreiches Netzwerk gegen Promille-Fahrten

Drei Jahre lang kämpfte das deutsch-niederländische Netzwerk „Drogen- & Alkoholmissbrauch“, bestehend aus Polizei und Suchtberatern, dafür, dass junge Autofahrer die Hände vom Steuer lassen, wenn sie Alkohol getrunken haben. Gleichzeitig wurden die Kontrollen verschärft. Nun, zum Ende des Projekts, ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit: „Das war ein voller Erfolg“, sagte Gerd Engler vom Projektträger, dem Klever Caritasverband, gestern im Euregio-Forum in Kleve.

Drei Jahre lang kämpfte das deutsch-niederländische Netzwerk „Drogen- & Alkoholmissbrauch“, bestehend aus Polizei und Suchtberatern, dafür, dass junge Autofahrer die Hände vom Steuer lassen, wenn sie Alkohol getrunken haben. Gleichzeitig wurden die Kontrollen verschärft. Nun, zum Ende des Projekts, ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit: „Das war ein voller Erfolg“, sagte Gerd Engler vom Projektträger, dem Klever Caritasverband, gestern im Euregio-Forum in Kleve.

Das zeige sich – so widersprüchlich es klingen mag – darin, dass in den letzten drei Jahren deutlich mehr Personen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss im Straßenverkehr aufgegriffen wurden als vor Beginn des Projekts. Während 2005 noch 349 Alkohol- und 75 Drogentests angeordnet wurden, lag die Zahl im letzten Jahr bei 406 Alkohol- und 105 Drogenproben. Entsprechend mehr Festnahmen habe es gegeben. Nicht allein in Zahlen lasse sich der Erfolg des Projekts messen. Vor allem sei es dem Netzwerk gelungen, die jugendliche Zielgruppe zu erreichen, sagt Uli Reining von der Kreis Klever Polizeibehörde. „Einerseits wissen die Jugendlichen, dass wir solch ein Verhalten nicht dulden, andererseits bieten wir ihnen Aufklärung an.“ Das sei vor allem durch die Ausbildung so genannter „Peers“, also in Gesprächs- und Moderationstechniken sowie in Suchtmittelkunde geschulte Gleichaltrige, gelungen.

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Q-Base-Festival als Highlight

Auch habe sich die bilaterale Zusammenarbeit der Polizeibehörden und die mit den Suchtberatungsstellen verbessert. Ein Highlight im Rahmen des Projekts sei das Q-Base-Festival am Flughafen Weeze gewesen. Dort sei man mit 500 Jugendlichen über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs ins Gespräch gekommen. Ein kleiner Wermutstropfen allerdings bleibt: Die Zahl der alkoholbedingten Unfälle von jungen Menschen ist im Kreis Kleve nicht gesunken. Sie lag im Jahr 2005 bei 31, im letzten Jahr waren es 40 Unfälle mit Alkohol am Steuer.

(RP)