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Entpflichteter Pfarrer: Eltern legen Beschwerde bei Staatsanwaltschaft ein.

Staatsanwaltschaft Kleve : Entpflichteter Pfarrer: Fall jetzt bei Generalstaatsanwaltschaft

Gegen den in der Gemeinde Heiliger Johannes der Täufer entpflichteten Priester wurde die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt. Mehrere erhobene Vorwürfe wie etwa Beleidigung oder Nachstellung seien in rechtlicher Hinsicht abgearbeitet worden, es bestehe hier kein Anfangsverdacht, so Oberstaatsanwalt Neifer.

Die Staatsanwaltschaft Kleve hatte entschieden, keine Ermittlungen gegen den in der Gemeinde Heiliger Johannes der Täufer entpflichteten Priester aufzunehmen. Bei der Strafanzeige des Bistums Münster gegen den Geistlichen wegen „unangemessenen Verhaltens mit sexuellem Hintergrund“ sowie der von zwei Privatpersonen läge kein Anfangsverdacht vor, so die Anwaltschaft.

Gegen diese Entscheidung wurde Beschwerde eingelegt. Das bestätigte am Freitag Kleves Oberstaatsanwalt Günter Neifer. Zum Gegenstand der Beschwerde könne er keine Angaben machen. „Wir haben die Begründung zur Kenntnis genommen und den Fall noch einmal geprüft, ob die Einstellung denn zutreffend ist. Wir sind bei unserer Entscheidung geblieben“, erklärt der Ankläger. Das Verfahren ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Neifer betonte, dass man gerade dabei sei, die Akten an den Generalstaatsanwalt in Düsseldorf weiterzuleiten. Der wird über den Beschluss der Klever Anwaltschaft urteilen. Das sei ein ganz normaler Vorgang, denn jeder Bürger habe das Recht, sich gegen eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft zu beschweren, so der Sprecher.

Die Beschwerde war von den Eltern eines Betroffenen eingereicht worden. Man habe sich den Kontakt zwischen dem Geistlichen und ihrem Sohn noch einmal intensiver angeschaut. Dabei seien Details aufgetaucht, die bei der Strafanzeige nicht berücksichtigt wurden, da das Material äußerst umfangreich sei. Es gebe gute Gründe, gegen die Entscheidung der Klever Staatsanwaltschaft vorzugehen, erklärte ein Elternteil.