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Endoprothetik bei KKLE: Zahl der Eingriffe in Klever Klinik steigt trotz Corona

Endoprothetik : Zahl der Eingriffe in Klever Klinik steigt trotz Corona

Nicht jeder Eingriff kann warten: Trotz Corona-Pandemie haben die Operateure der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums im Jahr 2020 mehr als 500 Endoprothesen an Knie, Hüfte und Schulter implantiert.

(RP) „Dazu kommt eine hohe Anzahl hüft- und schultererhaltender Operationen, die wir vor allem bei Brüchen durchführen“, sagt Chefarzt Sebastian Gehrmann.

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie berichtet, dass Patienten mit eingeschränkter Mobilität und Schmerzen auch in Zeiten der Pandemie nicht auf einen späteren OP-Termin warten möchten. „Ist der Weg zum Bäcker eine Qual und sind alle nicht-operativen Behandlungen ausgeschöpft, dann ist eine Operation manchmal der einzig verbliebene Weg zur Wiedererlangung der Mobilität“, sagt Gehrmann.

Bemerkenswert ist, dass die Fallzahlen in der Endoprothetik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums im St.-Antonius-Hospital Kleve und im Marienhospital Kevelaer trotz Corona-Pandemie gestiegen sind. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum, die Komplikationsrate eigenen Angaben zufolge niedrig.

Im vergangenen Jahr seien zudem moderne Endoprothesensysteme wie Kurzschaftprothesen etabliert und minimal-invasive OP-Techniken verfeinert worden: „Bei unseren Operationen nutzen wir, soweit möglich, den sogenannten vorderen Zugang zum Hüftgelenk“, sagt Thomas Bertrams, leitender Oberarzt der Klinik und Leiter des Endoprothetikzentrums. „Für diesen Zugang wird kein Muskel abgelöst. Der Weg zum Gelenk führt sehr schonend an den Muskeln vorbei. Das erleichtert auch die sofortige Mobilisation der Patienten nach dem Eingriff.“