Kleve: Enders: Klinik-Standorte sicher

Kleve: Enders: Klinik-Standorte sicher

Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK), gibt Entwarnung: Die Arbeitsplätze seien sicher. Es sei nicht geplant, Hospitäler in Kleve, Goch, Kevelaer oder Kalkar zu schließen.

Es war ein Bekenntnis zu allen vier Standorten im Verbund der Katholischen Krankenhäuser im Kreis Kleve (KKiKK), das Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Enders gestern während einer Pressekonferenz im Klever St.-Antoniushospital aussprach. "Ich kann ihnen heute nicht bestätigen, dass auch nur ansatzweise darüber nachgedacht wurde, die Klinik-Standorte Kleve, Goch, Kevelaer oder Kalkar zu schließen", sagte Enders. Auch das Personal habe "keinen Grund, hysterisch zu werden. Die Arbeitsplätze sind sicher", betonte der Hauptgeschäftsführer.

Enders begründete diese Klarstellungen damit, dass er aus Gesprächen mit den örtlichen Mitarbeitervertretungen erfahren habe, "dass aufgrund der Medienberichterstattung der letzten Tage Unruhe herrscht". Bei diesen Versammlungen habe er festgestellt, "dass die überwiegende Zahl unserer Mitarbeiter zu Veränderungen bereit ist". Welche Veränderungen dies sein könnten, ließ Enders jedoch offen.

Den Mitarbeitern sei wichtig, so Enders, dass ihr Arbeitsplatz bei einem konfessionellen Träger sicher ist. "Man will keine Privatisierung, keinen Verkauf der Einrichtungen an einen privaten Klinikbetreiber, und ich sage ihnen heute, dass wir das gemeinsam schaffen können, wenn richtige Entscheidungen in den kommenden Monaten getroffen werden", betonte der Hauptgeschäftsführer.

Die RP hatte berichtet, dass die KKiKK Personaleinsparungen vornehmen wollen. "Das ist insofern richtig, als dass wir sorgfältig überlegen müssen, ob bei ausscheidenden Mitarbeitern Neueinstellungen vorgenommen werden und ob befristete Verträge verlängert werden können", bestätigte Enders. Der Handlungsspielraum, den die KKiKK an dieser Stelle hätten, sei gering und träfe in erster Linie den nicht-medizinischen Bereich. "In allen Krankenhäusern sind insbesondere im medizinischen Bereich alle Planstellen besetzt, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Wenn wir Einsparungen im Personalbereich erzielen, dann folgt dies mit Augenmaß und Verstand", betonte Enders.

Der Hauptgeschäftsführer ging auch auch die wirtschaftliche Situation des Klinik-Verbunds ein. So habe man im Jahr 2010 mit einem Plus von 4,8 Millionen Euro, eines der besten Ergebnisse in der Verbund-Geschichte eingefahren. "Dahin werden wir auch wieder kommen", sagte Enders. Das Geschäftsjahr 2011 werde die Trägergesellschaft mit einer schwarzen Null abschließen. Dazu hätten vor allem erfolgreiche Sparmaßnahmen beigetragen. So habe die Geschäftsführung den Einsatz von so genannten Honorarärzten reduzieren können. Das habe im Jahr eine Kostenreduzierung von 700 000 Euro erbracht. Dieser Trend werde sich auch im kommenden Jahr fortsetzen lassen, kündigte Enders an. Alleine durch die Zusammenführung der Gocher und der Klever Gynäkologie in der Kreisstadt habe man einen hohen sechsstelligen Betrag gespart. "Nach 16 Tagen Betrieb der neuen Station ist es so, dass wir keine Patienten verloren habe", sagte Enders.

An geplanten weiteren Investitionen habe sich bis jetzt nichts geändert, betonte Enders: "Die Beschlussfassungen sind unverändert." Konkret geht es dabei um den OP-Neubau im Gocher Wilhelm-Anton-Hospital und den Bettenhausbau in Kleve für 35-Millionen Euro. Darüber hinaus müsse der "Sanierungsstau weiter abgebaut werden", so Enders.

Internet Frühere Berichte unter www.rp-online.de/kleve

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