EmergencyEye® unterstützt bei Bedarf Rettungsdienst und Feuerwehr:

Kleve : Ein Bild vom Einsatzort machen

Eine neue Software in der Kreisleitstelle ermöglicht den Mitarbeitern Bilder vom Einsatzort.

(RP)  Eine neue Software in der Kreisleitstelle macht´s möglich: Sie heißt EmergencyEye und kann Koordinaten und  Bilddaten mit Hilfe des Smartphones vom Einsatzort an die Leitstelle übertragen. Damit können sich die Mitarbeiter in der Kreisleitstelle bei Bedarf ein sehr konkretes Bild vom Geschehen vor Ort machen und zielorientiert entscheiden, welche Art Hilfe dort gebraucht wird.

Ein Radfahrer stürzt. Er wählt den Notruf 112 doch wohin soll der Rettungswagen fahren? Oder: Spaziergänger sehen Rauch aufsteigen. Auch sie wählen 112. Doch wo genau ist der Einsatzort für die Feuerwehr? Ist der Ort des Notfalls unklar, unterstützt das neue System EmergencyEye  die Kreisleitstelle. Über die Software kann sie  den Standort  ermitteln. Das funktioniert so: Der Anrufer erhält auf seinem Smartphone eine SMS mit einem Link, der zu EmergencyEye  führt. Gibt der Anrufer die Ortsdaten frei, werden die GPS-Koordinaten an die Kreisleitstelle übertragen.

Bei manchen Notfällen wäre es hilfreich, wenn die Mitarbeiter in der Leitstelle statt der mündlichen Beschreibung auch auf Bilder zurückgreifen könnten. Auch das ist mit der Software möglich, wenn der Anrufer auch die Kamera seines Smartphones freigibt. Die Bilder werden vom Smartphone über das mobile Internet in die Kreisleitstelle übertragen, ohne dass die Bilddaten gespeichert werden. Der Datenschutz ist also gesichert. Anhand der Bilddaten entscheidet die Leitstelle, welches Fahrzeug sie  entsendet und kann  die Erste Hilfe anleiten. Auch beim Brand sind Bilder vom Smartphone hilfreich. Welche Farbe hat der Rauch, wie schnell steigt er auf, genügt ein Löschfahrzeug oder brennt dort vielleicht mehr? Die an die Leitstelle übertragenen Bilder helfen bei der Entscheidung, welche Einsatzfahrzeuge gebraucht werden. „Die Verzahnung der modernen technischen Möglichkeiten im Notfallgeschehen kommt den ehrenamtlichen Feuerwehren, dem Rettungsdienst des Kreises Kleve und damit letztendlich allen Menschen in Notsituationen zugute“, beschreibt Landrat Wolfgang Spreen die Vorteile.

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