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Eisdiele in Nütterden ist zum Kult geworden.

Nütterden : Die Kult-Eisdiele von Nütterden

„Panna & Cioccolato“ im Herzen des Dorfs lockt Eisliebhaber der ganzen Region an. Inhaber Vincenzo Apicella ist seit 2003 im Ort aktiv und sein Lokal ist seither stetig gewachsen. „Eismachen ist eine Kunst“, sagt der italienische Chef.

Vincenzo Apicella, Inhaber und Geschäftsführer der Eisdiele „Panna & Cioccolato“ im Herzen von Nütterden, hat für den Besuch des Autors wunderbare Eissorten kreiert: Ein Eis mit Zitrone, Limetten und Basilikum; ein Eis mit Ziegenmilch und Schokoladen-Nibs; eine Kreation aus Rosenblüten, Kardamom und Safran und eine vegane Variante, nämlich Sesam-Eis ohne Milch. Das ist nur eine Auswahl von 70 bis 80 Sorten, die stets wechseln. Ständig befinden sich 24 Sorten in der Kühltheke. „Bei der großen Hitzewelle kommen viele Kunden erst nach 18 Uhr, so dass die Eisdiele bis 22 Uhr offen bleibt“, sagt Apicella. Dann treffen sich Familien mit Kindern, Jugendliche mit ihren Freunden, zahlreiche Fahrradgruppen und Klubs vom ganzen Niederrhein, aus den benachbarten Niederlanden und sogar aus ganz Deutschland auf dem Dorfplatz in Nütterden. Oft bilden sich lange Schlangen vor der Eisdiele.

Die gemütlichen Korbsessel vor den kleinen, viereckigen bunten Tischchen aus einer heimischen Töpferei in Italien, umgeben von Palmen und weißen blühenden Blumen, laden im Zentrum des Sieben-Quellen-Dorfes mit dem Wappenbaum und dem Brunnen zum Verweilen ein. Vincenzo Apicella, der teilweise schon um 6 Uhr seine Arbeit beginnt, stammt aus dem italienischen Dorf Vietri sul Mare bei Salerno und wird von seiner Ehefrau Marilu Gil Ramos, die aus Lima in Peru kommt, tatkräftig unterstützt. Dazu kommen zwei Vollzeitkräfte und zwei Aushilfen.

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Seit 2003 ist Apicella Geschäftsführer von „Panna & Cioccolato“ in Nütterden. „In den ersten Jahren haben wir ganz klein angefangen“, sagt der Chef. „Da hatten wir nur zwei Tische und einen geringen Teil unseres heutigen Geschäftes“. In diesen 15 Jahren ist der Eissalon nicht nur räumlich gewachsen, sondern jedes Jahr kamen neue Eiskreationen hinzu.

„Eismachen ist eine Kunst“, sagt der Betreiber der Dorfeisdiele. Deshalb besucht er regelmäßig Kurse in Italien, wo er berühmte Eiskünstler trifft, darunter die amtierenden Weltmeister, die ihm einen Blick in das Geheimnis der Eisherstellung vermitteln. Das Ergebnis zeigt sich in den unverwechselbaren cremigen und immer frisch zubereiteten Eissorten mit den besten Zutaten.

Die Referenzliste der bekanntesten italienischen Meister der Zunft ist lang. Die Fortbildungen gewähren eine hohe Qualität, und die erlernte Kreativität ist ein Genuss für Gaumen und Auge. Auch das Thema „Umweltschutz“ ist für Apicella und seine Mitarbeiter eine große Herausforderung. Seit einiger Zeit bietet die Eisdiele in der City von Nütterden Bioplastikbecher und Bioplastiklöffel sowie den Biocup an. Diese sind umweltfreundlich und biologisch abbaubar.

Das Reich des Chefs ist die Eisküche. Hier entstehen die künstlerisch gestalteten Meisterwerke, die aus der Eismaschine nach dem „Schockfrost“ (minus 35 bis 40 Grad) und der Tiefkühltruhe (fünf bis sechs Stunden bei minus 18 Grad) schließlich in der Verkaufsvitrine bei minus zwölf Grad ihren Platz finden. Die Technologie und die Grundzutaten kommen aus Italien.

Die Beliebtheit der Nütterdener Eisdiele lässt sich aus den Eintragungen im Gästebuch und in den sozialen Netzwerken ablesen. So schreibt Tanja: „Das beste Eis weit und breit. Selbst meine Mama, die in Norddeutschland wohnt, isst nur noch Eis in dieser Eisdiele, wenn sie bei mir zu Besuch ist.“ Oder: „Leckerstes Eis, finden wir zwei aus dem Vogelsbergkreis.“ Übrigens: Der Inhaber von „Panna & Cioccolato“ bevorzugt selber Pizza und Pasta.