„Schule der Zukunft“ Land zeichnet nachhaltige Projekte aus

Kreis Kleve · Am 19. Februar erhalten neun Einrichtungen des Kreises Kleve die Auszeichnung „Schule der Zukunft“. Die Kampagne läuft seit vier Jahren und legt den Fokus auf Nachhaltigkeit.

 Das Jan-Joest-Gymnasium Kalkar ist Gastgeber der Auszeichnungsfeier für die „Schulen der Zukunft“ in den Kreisen Kleve und Goch. Die Einrichtung hat selbst an der Landeskampagne teilgenommen.

Das Jan-Joest-Gymnasium Kalkar ist Gastgeber der Auszeichnungsfeier für die „Schulen der Zukunft“ in den Kreisen Kleve und Goch. Die Einrichtung hat selbst an der Landeskampagne teilgenommen.

Foto: van Offern, Markus (mvo)

Das Jan-Joest-Gymnasium Kalkar handelt – für die nachhaltige Entwicklung und gegen den Klimawandel. Im Unterricht, im Schulalltag sowie bei Projekten werden den Schülern Inhalte vermittelt, die ihnen helfen, für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Welt zu gestalten und erhalten. Bei dieser „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) legt die Einrichtung den Fokus auf Ressourcenschonung und Vermeidung von Umweltbelastungen durch einen geringeren Konsum sowie die Reduktion oder Wiederverwertung von Abfall.

Daher ist das Kalkarer Gymnasium auch einer der Teilnehmer der landesweiten Kampagne „Schule der Zukunft: Bildung für Nachhaltigkeit 2016–2020“. Sie wird von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) getragen und von dem Schul- sowie dem Umweltministerium des Landes NRW unterstützt. Ziel der Kampagne ist es, Einrichtungen für eine stärke Orientierung am Bildungsansatz BNE – dazu gehört unter anderem, an die Zukunft zu denken, sich bewusst zu machen, welche Auswirkungen das eigene Handeln hat und darauf basierend Entscheidungen zu treffen – zu gewinnen und die Schulen durch Angebote dabei zu unterstützen, diese Werte in der Schulpraxis zu verankern.

Für eben diese erfolgreiche Sensibilisierung der Schüler in den vergangenen Jahren werden insgesamt 16 Einrichtungen der Kreise Kleve und Wesel am Mittwoch, 19. Februar, als „Schulen der Zukunft“ ausgezeichnet. Gastgeber der festlichen Auszeichnungsfeier ist das Jan-Joest-Gymnasium, Am Bollwerk 16 in Kalkar. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren die Schüler beim „Markt der Möglichkeiten“ ihre Projekte und bieten Mitmachaktionen an. Im Anschluss überreichen Wolfgang Spreen, Landrat Kreis Kleve, und Hildegard Banneyer vom Ministerium für Schule und Bildung NRW, den Einrichtungen die Urkunde, eine Plakette und die Fahne. Damit können sich die Ausgezeichneten künftig in der Öffentlichkeit präsentieren. „Mit ihren gelungenen Projekten haben die Schüler und Schülerinnen der beteiligten Schulen in den vergangenen vier Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt. Damit haben sie beispielhaft daran gearbeitet, Zukunft durch nachhaltige Entwicklung zu gestalten“, heißt es seitens der NUA.

Aus dem Kreis Kleve erhalten neun Einrichtungen die Auszeichnung. So etwa die Gesamtschule am Forstgarten der Stadt Kleve für ihr „Apfelsaftprojekt“. Dabei lesen Schüler Äpfel von einer Streuobstwiese auf, verarbeiten diese in einer Saftpresserei und stellen das Produkt dann ihren Mitschülern kostenfrei zur Verfügung. Das Lise-Meitner-Gymnasium aus Geldern hat im Rahmen der Kampagne Trinkwasserspender aufgestellt, um Plastikflaschenmüll zu vermeiden. Zudem entwickeln die „Greensouts“ immer neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit in der Schule.

Aus Emmerich werden die Leegmeerschule für ihren Schulgarten und die Liebfrauenschule für ihre zahlreichen Beete ausgezeichnet. Die Schüler übernehmen dort Verantwortung und erfahren Einblicke in die Entwicklung von Pflanzen. Zusätzlich profitieren sie von ihren Ernteprodukten. Das Förderzentrum Grunewald produziert aus Altpapier, Holz- und Stoffresten Alltagsgegenstände. Zudem lernen die Schüler einen schonenden Umgang mit der Ressource Trinkwasser.

Auch die Schüler der Lindenschule Mehr in Rees haben das Wasser als Lebensraum, Lebensgrundlage und Ressource erkannt und lernen ab der ersten Klasse sowohl in der Theorie als auch mit praktischen Versuchen, dieses zu verstehen und zu respektieren. Früh geht die BNE zudem beim St.-Vincentius-Kindergarten Mehr los: Die Vorschulkinder beobachten, erforschen und dokumentieren die Entwicklung beim Distelfalter – von der Raupe zum Schmetterling, bis sie diesen auf der artgerecht gestalteten Außenanlage aussetzen. Für ihren Tag der Artenvielfalt, samt Mitmachaktionen und Podiumsdiskussion werden die „Schulen und Kindergärten für Nachhaltigkeit“ als einziges Netzwerk der Kreise ausgezeichnet.

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