Mit Hilfe der Stadt Warum das Konrad-Adenauer-Gymnasium eine Schul-Imkerei bekommt

Kleve · Die Stadt und die Kisters-Stiftung unterstützen ein neues Projekt an dem Klever Gymnasium. Die Schüler sollen dabei selbst zu Imkern werden.

 Die künftigen Imker des KAG bei der Präsentation mit Lehrerin Julia Wittenhorst und Vertretern von Stadt und Kisters-Stiftung.

Die künftigen Imker des KAG bei der Präsentation mit Lehrerin Julia Wittenhorst und Vertretern von Stadt und Kisters-Stiftung.

Foto: Matthias Grass

Das Glas für den Honig mitsamt neu gestaltetem Etickett gibt’s schon: Konrad-Adenauer-Gymnasium steht darauf, darunter das Logo der Schule „KAG“ und im gleichen Schriftzug Honig. Doch der Honig im Glas ist noch ein fremder, er stammt nicht aus der künftigen Schulimkerei, sondern wurde von einem Hobbyimker gesammelt. Julia Wittenhorst ist Hobbyimkerin und zugleich Lehrerin an der Schule. Sie hat die Begeisterung für die Imkerei mitgebracht: Bald soll es richtigen KAG-Honig in den Gläsern geben.

Dafür bauen Wittenhorst und ihr Schüler-AG-Team im Rahmen des Ganztagsunterrichts gerade eine schuleigene Imkerei auf. Dabei wurde den Jungen und Mädchen schnell klar, dass man dafür nicht nur viele Arbeit und Liebe und Knowhow investieren muss, sondern auch die nötigen Utensilien anschaffen muss. Als Schüler der Klasse 7a daraufhin im Rathaus anfragten, ob die Stadt ihre künftige Imkerei unterstützen könnte, war man sofort dabei, sagte Bürgermeister Wolfgang Gebing bei der Präsentation im pädagogischen Zentrum des KAG. Klar würde man ein solch tolles Projekt unterstützen, war sich der Bürgermeister sicher.

Gesagt – getan. Die Stadt Kleve und die Kisters-Stiftung stellten zusammen rund 5000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Jetzt konnten die Schüler mit Lehrerin und Imkerin Julia Wittenhorst das Ergebnis präsentieren. Mit Unterstütztung des bestens aufgelegten Unterstufenchors, der später auch noch den Beatles-Song „Let it be“ auf „Save the Bees“ – rettet die Bienen – umtextete.

Dann präsentierten sich die Schüler im weißen Schutzanzug mit Schutzhut. Letztlich gehört das Bienen-Projekt zu den Naturwissenschaften, die man beim KAG als MINT (Mathematik, Infotmatik, Naturwissenschaften und Technik) mit Herz und Hand versteht. Die Arbeit mit den Bienenstöcken sei dabei fächerübergreifend, sagt Wittenhorst.

Hand und Herz anlegen werden die Schüler dann müssen, wenn die Bienenvölker in die neu gekauften Bienenstöcke einziehen und beginnen, den Honig zu produzieren, der dereinst in die Gläser mit KAG-Emblem soll. Dann werden sie lernen, mit dem „Smoker“ die Bienen einzunebeln und mit Waben und Schleuder umzugehen. „Smoker“, Honig-Schleuder und Schutzausrüstung für die künftigen Imker wurden schon stolz präsentiert.

Der Verkauf des Honigs soll dann irgendwann vielleicht die laufenden Kosten tragen. Bürgermeister Wolfgang Gebing lobte das Engagement von Lehrerin und Schülern und informierte sich bei den künftigen Imkern genauso wie Markus Kock und Michael Rübo von der Kisters-Stiftung.