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Ein Viertel des Haushaltes der Stadt Kleve geht in die Jugendhilfe

Politik in Kleve : Ein Viertel des Haushaltes für Jugend und Familie

Jan Traeder, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, hat den neuen Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses das Zahlenwerk für den kommenden Haushalt 2021 vorgestellt

Fast 42 Millionen Euro stehen im Haushalt der Stadt Kleve für den Bereich Jugend und Familie bereit. Mehr als die Hälfte davon, über 23 Millionen, muss die Stadt aus eigenen Mitteln zuschießen. Geld, das in die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen geht, das für die Kinder- und Jugendarbeit aufkommt und das schließlich für die Hilfe für junge Menschen und ihre Familien benötigt wird. Insgesamt stehen dem Fachbereich ein Viertel des kompletten Haushaltes für seine Aufgaben zur Verfügung.

Jan Traeder, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, stellte den neuen Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses, der zusammen mit dem Fachbereich das Jugendhilfeamt bilde, so der Fachbereichleiter, das Zahlenwerk für den kommenden Haushalt 2021 der Stadt Kleve vor. Sie erfuhren, dass beispielsweise die Betreuung von Vater/Mutter/Kind sehr kostspielig sei, teils bis zu 10.000 Euro pro Fall pro Monat. „Wir haben hier zum Glück nur vier Fälle, die von der Stadt betreut werden müssen. Kostenpunkt: Eine halbe Million Euro. 4,2 Millionen Euro rechnet die Stadt für die Heimerziehung. Und rund 78 Stellen müssen im Fachbereich finanziert werden – darunter auch die Erzieherinnen der städtischen Kindertageseinrichtungen. Der Ausschuss nahm Traeders Zahlenwerk zur Kenntnis und wird die Mittel in den Fraktionen diskutieren.

Bevor Traeder den Haushalt vorstellte, eröffnete Bürgermeister Wolfgang Gebing den Jugendhilfe-Ausschuss und vereidigte die neuen Ausschussmitglieder und sachkundigen Bürger. Dann musste der Ausschuss „aus seiner Mitte“ heraus eine neue Vorsitzende wählen: Andrea Kamps (CDU) übernimmt das Amt. Die 27-Jährige ist Fachfrau, arbeitetete beim Theodor-Brauer-Haus und wechselt bald ins Jugendamt der Stadt Emmerich. Ihre Stellvertreterin ist Sonja Welbers (SPD). Außerdem wurde beschlossen, dass es wieder zwei Unterausschüsse, Jugendhilfe und Kinderspielplätze, geben wird.