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Kleve: "Ein neues Zeitalter hat begonnen"

Kleve : "Ein neues Zeitalter hat begonnen"

Der Kreis Kleve stellt sich auf der Bühne von Standort Niederrhein auf der Fachmesse für Immobilien und Investitionen Expo Real in München dar. Das Motto der Präsentation lautet: Projekte, Pläne, Perspektiven.

Die orangefarbene Bühne der Standort Niederrhein GmbH auf der Fachmesse für Immobilien und Investitionen Expo Real in München nutzte die Delegation des Kreises Kleve, um sich dem Fachpublikum unter dem Thema "Projekte, Pläne, Perspektiven" darzustellen. Der Moderatorin Beate Kowollik (WDR) stellten sich Landrat Wolfgang Spreen, Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers, die Bürgermeister Theo Brauer (Kleve), Ulli Janssen (Geldern) und Johannes Diks (Emmerich) sowie der Gocher Stadtbaurat Klaus Krantz.

Zunächst gab es ein Lob für die Expo Real aus dem Mund von Theo Brauer: "Das nenne ich bestes Netzwerk. Ich bin seit Jahren hier, um Unternehmen kennenzulernen, die in Kleve investieren möchten." Was der Kreis unter anderem unter dem Motto Raum für Investitionen anzubieten hat, listete WfG-Geschäftsführer Kuypers auf: "Wir haben noch etwa 450 Hektar Fläche zur Verfügung. Im Moment ist Logistik der große Schwerpunkt und auf dem Gebiet ist Emmerich am Rhein der Punktsieger. Mit Blick auf den Fachkräftemangel hoffen wir natürlich auf die Hochschule Rhein-Waal."

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Das Großbauvorhaben Berufskolleg Geldern erfüllte nicht nur den Landrat mit Stolz: "Wir investieren 30 Millionen Euro, die Schule ist wichtig für die ganze Region, nicht nur für Geldern." Daran knüpfte Gelderns Erster Bürger an: "Der Bau wird sehr viele Effekte aufweisen", sagte Ulli Janssen, und nannte auch die durch den Neubau frei werdende Fläche in der Innenstadt, bei der man zuversichtlich sei, bis Oktober 2016 eine Folgenutzung realisieren zu können. "Ein neues Zeitalter hat begonnen", sagte Janssen, der auch von "einem Bekenntnis zum Schulstandort Geldern" sprach.

Punktsieger Johannes Diks aus Emmerich strahlte wegen der "guten Infrastruktur" seiner Stadt mit Hafen, Bahn und zwei, bald drei Autobahnanschlüssen und verkündete, noch zwei große Bereiche im Angebot zu haben. Nämlich das Kasernengelände mit 326.000 Quadratmetern und der Nettpark mit 125.000 Quadratmetern, bei dem man im Gespräch mit einem Logistiker sei.

Das Gocher Kasernengelände stand im Mittelpunkt des Gesprächs mit Stadtbaurat Krantz: "Wir hatten das Glück, ein 27 Hektar großes Kasernengelände erwerben zu können, wo ein neuer Stadtteil entsteht." Man habe ein Augenmerk auf Wohnbebauung gelegt und bereits knapp 200 Anfragen, "obwohl noch gar kein Bebauungsplan aufgestellt ist".

Goch habe dank Einzelhandelskonzept "eine gut aufgestellte Innenstadt praktisch ohne Leerstände mit sehr vielen niederländischen Kunden". Neue Konzepte für den Handel in der City brauche man in Kleve nicht, sagte Kleves Bürgermeister Brauer, der zum Thema integriertes Handlungskonzept den Satz des Tages formulierte: "Der Kopf ist rund, die Gedanken kreisen und ab und zu ecken sie auch mal an."

Der Appell des Tages stammte aus dem Mund von Landrat Wolfgang Spreen: "Die Maut kann alles konterkarieren, was wir hier besprechen. Wenn wir Eintrittsgeld von unseren Gästen aus der Nachbarschaft nehmen, dann nutzen uns die tollsten Planungen nichts." Spreen sprach von "Straßenzoll" und forderte die Politiker aller Ebenen unter dem Applaus der Besucher auf, die Planungen zu Fall zu bringen. Dafür fiel das Schlusswort von Hans-Josef Kuypers rosarot aus: "Die Hochschule Rhein-Waal hat alle unsere Visionen schneller erfüllt, als wir es uns in den kühnsten Träumen erhofft hatten."

(RP)