Kleve: Ein Haus zum Wohlfühlen

Kleve: Ein Haus zum Wohlfühlen

Mit Haus 5 hat die Realschule Hoffmannallee ein Schmuckkästchen bekommen, der auf das technisch neuesten Stand ist. Das Passivhaus beherbergt die Schulmensa, das Lehrerzimmer und drei Klassenräume.

"Endlich fertig, Gott sei dank!" Mit diesem freudigen Refrain besang der Schulchor der Realschule Hoffmannalle die Einweihung des neuen Schulgebäudes 5. Und in der Tat ist es ein wahres Schmuckstück geworden: Großzügige Räumlichkeiten, hell und modern, dazu noch energieeffizient. Für 3,5 Millionen Euro blieben die Baukosten im projektierten Rahmen.

Hell, modern und energieeffizient

Wenig erinnert in Haus 5 an die Schulbauten aus den 60er und 70er Jahren, in denen Generationen von Klever Schülern die Schulbank drückten. Die Klassenzimmer sind mit einem Beamer ausgestattet, jedes Kind hat einen eignen Spind, und es gibt einen Nebenraum mit drei Computern. "Mit diesen neuen Klassenzimmern können wir endlich richtigen Ganztagsunterricht durchführen", erklärt der stolze Schulleiter Jürgen Schmitz.

Doch nicht nur drei Schulklassen haben ein neues Zuhause gefunden, sondern auch die Lehrerschaft durfte in den Neubau umziehen. Neben einem Lehrerzimmer gibt es nun auch einen Lehrerarbeitsbereich. "Jeder Lehrer hat einen festen Arbeitsplatz an dem er zu festen Zeiten arbeitet", erklärt Direktor Schmitz. Denn auch die Lehrer haben, ebenso wie ihre Schüler, eine Anwesenheitspflicht von 8 bis 16 Uhr.

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Das Prunkstück des dreistöckigen Neubaus ist die Mensa im obersten Stockwerk — inklusive Blick über die Dächer Kleves. Hier gehen die fünften bis siebten Klassen gemeinsam mit ihren Lehrern essen. Den höheren Klassenstufen steht der Besuch offen. Für drei Euro pro Tag bekommen die Schüler dann ein Drei-Gänge-Menü sowie Wasser so viel sie trinken können — die Menüauswahl treffen die Eltern bequem vom heimischen Computer. "Das gemeinsame Essen finden die Schüler richtig gut", sagt die 2. Schulleiterin Jutta Biesemann. In der zweiten Ausbauphase der Schule bekommt die Mensa dann sogar noch eine Dachterrasse auf dem Dach eines anliegenden Gebäudes.

Gemeinsames Essen in der Mensa

Größte Priorität bei der Planung des Hauses hatte die Energieeffizienz. "Dieser Neubau verbraucht nur ein Zehntel der Energie die ein Altbau verbraucht", erklärt der Architekt Christian Thieme vom Klever Büro Hülsmann&Thieme. Entstanden ist ein Passivhaus mit vielen, unsichtbaren technischen Gerätschaften.

"Die Lichter dimmen zum Beispiel je nach Sonneneinstrahlung automatisch ab, und die Sonnenrollos fahren natürlich auch automatisch hoch und runter", so Thieme. Entstanden ist ein Neubau, in dem sich die Schüler wie auch die Lehrer gerne aufhalten werden.

(RP/rl/jul)
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