Kleve: Ein Hauch von Lavendel

Kleve : Ein Hauch von Lavendel

Der Förderverein Schlosskirche Moyland lädt am nächsten Sonntag zu einem großen Lavendelfest in den Garten des Gemeindehauses ein. Es gibt für alle Sinne viel zu entdecken.

bedburg-hau-moyland Die Lavendelmarmelade schmeckt ein bisschen so, als würde man in der Mitte einer Blumenwiese sitzen. Die Organisatorinnen des Lavendelfestes sind zufrieden mit dem Ergebnis und kümmern sich um die anderen Lavendelprodukte, die sie in unzähligen Arbeitsstunden selbst hergestellt haben. Seit Wochen dreht sich im Leben der engagierten Frauen alles um die Pflanze mit den lilablauen Blüten und dem einzigartigen Duft, und im Laufe dieser Zeit haben sie sich zu echten Lavendelexpertinnen entwickelt. "Die meisten Leute denken bei Lavendel an den Duft und unterschätzen die vielen Verwendungsmöglichkeiten dieser Pflanze", sagt Barbara Purschke-Heinz.

Vom Duft begeistert

Die Vorsitzende des Fördervereins evangelische Schlosskirche zu Moyland gehört zu den Organisatorinnen des Lavendelfestes. Dabei war sie selber überrascht, was mit der Pflanze alles möglich ist. "Ich bin vorher nie auf die Idee gekommen, Lavendel zu essen!" Alles begann damit, dass die Frauen des Fördervereins im letzten Sommer zusammen Lavendel rund um das Gemeindehaus pflanzten. Dabei waren sie von dem Duft der Pflanzen begeistert. Nach getaner Arbeit kamen die Frauen auf die Idee, ein Lavendelfest zu feiern. Seit Mai wird das Fest nun aktiv geplant.

"Wir haben uns viel im Internet informiert, Rezepte und Bastelanleitungen gesucht", sagt Anni Lindemann, die Gebäck mit Lavendelblüten verfeinert. Herausgekommen sind neben Marmelade und Gelee auch Kuchen, Plätzchen oder sogar Zucker mit Lavendelblütengeschmack. Aber auch die klassischen Lavendelprodukte dürfen nicht fehlen. Kleine Duftsäckchen und Körnerkissen sowie ein gehaltvoller Lavendelaufguss und Lavendellikör vervollständigen das reichhaltige Angebot. "Im Grunde eignet sich für all unsere Rezepte jeder Lavendel, der nicht gespritzt wurde", erklärt Anni Lindemann. Am besten geeignet ist also der aus dem eigenen Garten. Lavendel hat jedoch neben seinem einzigartigen Geschmack und dem unverkennbaren Duft noch viele weitere gute Eigenschaften. "Lavendeltee wirkt entspannend und beruhigend", weiß Barbara Purschke-Heinz. Lavendel-Aufguss hingegen soll die Wundheilung fördern. "Für das Lavendelfest haben wir uns ein Programm ausgedacht, das die Vielfältigkeit dieser Pflanze zur Geltung bringt", erläutert Purschke-Heinz.

Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst durch Pastor Klaus Bender. Anschließend gibt es ein Büffet mit herzhaften und süßen Speisen, mit und ohne Lavendel. Auch für die Kinder wird ein buntes Programm angeboten. Interessierte können den Garten des Gemeindehauses mit allen Sinnen erfahren oder sich über die Aktivitäten des Fördervereins informieren. Der Förderverein wurde 2008 gegründet, um dabei zu helfen, Mittel zur Instandsetzung der Schlosskirche zu sammeln. Die notwendige Renovierung der Dachbalken und Trockenlegung der Wände wurde im Februar abgeschlossen. "Die Jahre seit der Gründung waren sehr anstrengend aber auch herausfordernd", sagt Barbara Purschke-Heinz. Während des Lavendelfestes besteht nun die Möglichkeit, die renovierte Schlosskirche zu besichtigen.

(nabr)
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