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Kalkar: Ein fünfter Arm für den Kreisverkehr in Kalkar

Kalkar : Ein fünfter Arm für den Kreisverkehr in Kalkar

Vor einigen Jahren war die Xantener Straße übergangsweise schon einmal an den Kreisverkehr auf der B 57 angeschlossen. Ein Modell, das die Kommune gerne als Dauerlösung hätte. Ein Verkehrsgutachten hat gezeigt, dass der Kreisverkehr durchaus in der Lage wäre, auch die Autos aus Richtung Aldi noch aufzunehmen.

"Ein fünfter Arm ist dort grundsätzlich möglich", erläuterte Frank Sundermann vom Kalkarer Bauamt. Geplant ist, dass es nur möglich ist, in den Kreisverkehr von Aldi aus einzufahren. Ein Abbiegen vom Kreisel in die Xantener Straße soll später nicht möglich sein.

Im Bauausschuss war die Sache jetzt Thema und der Großteil der Politiker der Ansicht, dass ein zusätzlicher Arm sinnvoll wäre. "Es gibt dort regelmäßig einen Rückstau, weil es schwierig ist, nach links abzubiegen", meinte Carsten Naß (CDU).

Um das Verfahren selbst in der Hand zu haben, hat die Stadt eine Änderung des Bebauungsplanes in Gang gesetzt. Dabei hat der Kreis die Kommune jetzt darauf hingewiesen, dass für das Projekt die "Verkehrslärmverordnung" zu berücksichtigen sei.

Im Klartext geht es dabei um ein Schallschutzgutachten, das ermitteln soll, wie hoch die Lärmbelastung durch die neue Zufahrt wäre. 3 500 Euro würde ein solches Gutachten kosten.

Aus Reihen der SPD kam die Anfrage, ob es denn wirklich nötig sei so viel Geld für ein Gutachten auszugeben. Sundermann wies allerdings darauf hin, dass ein solches Projekt "rechtssicher" gemacht werden müsse. Sonst wäre es später möglich, dass beispielsweise ein Anwohner Einspruch mit dem Hinweis einlegt, die Lärmbelastung wäre zu hoch.

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Willibald Kunisch (Grüne) sah gar keinen Anlass, überhaupt etwas an der derzeitigen Regelung zu ändern. "Eine zusätzliche Zufahrt zum Kreisverkehr belastet die Anwohner nur." Es sei jedem zuzumuten, mal zwei Minuten zu warten, bevor er abbiegen könne. Andere Politiker konterten, es sei auch nicht gerade ökologisch, wenn ein Motor länger laufen würde.

Nach längerer Diskussion beschloss der Ausschuss schließlich, das Geld für das Schallgutachten zur Verfügung zu stellen. Damit kann der nächste Abschnitt des Verfahrens jetzt in Angriff genommen werden.

(zel)