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Kleve: Ein Denkmal in Kleve für Peter C. W. Beuth gefordert

Kleve : Ein Denkmal in Kleve für Peter C. W. Beuth gefordert

Peter Christian Wilhelm Beuth gehört zu den großen Söhnen der Stadt Kleve. Die kleine Verbindungsstraße zwischen Lindenallee und Mausgarten in Kleve trägt seinen Namen. Beuth war der Mann, der Preußen - damit später auch Deutschland - in die technische Zukunft führte: Aus dem von ihm gegründeten Gewerbeinstitut ging die Technische Universität Berlin hervor.

Ab 1819 förderte er als Direktor der "Technischen Deputation für das Gewerbe" die Ausbildung für Ingenieure und Techniker. Seine Ideen waren so innovativ, dass sie bis heute Geltung haben. Schon damals propagierte er das, was heute für technische Hochschulen wie beispielsweise die Hochschule Rhein-Waal selbstverständlich ist - die Verzahnung von universitärer Ausbildung mit Industrie und Gewerbe.

Karl-Heinz Burmeister, einst selber Ingenieur bei Ipsen und zudem Vorsitzender des BUND in Kleve, möchte den großen Klever besser gewürdigt wissen. In Berlin und Köln sei es selbstverständlich, den Mann mit einem Denkmal zu ehren, der maßgeblich an der industriellen Entwicklung Deutschlands beteiligt gewesen ist, sagt er. "Aus Deutschen(DIN) entwickelten sich Europäische (EN) und Internationale (ISO) Standards, ohne die ein Welthandel heute nicht denkbar wäre."

Dabei wurde Beuth 1781 als Sohn einer Arztfamilie in Kleve geboren. Er wohnte an der Hagschen Straße, dem heutigen Haus Elektro-Thies, weiß Burmeister. "Es wäre das Mindeste, dort eine Informationstafel mit aktueller Biografie anzubringen", sagt Burmeister. Noch besser sei es, ein Denkmal zu bauen. Dafür hat Burmeister einen Platz ausgesucht: am unteren Ende der Herzogstrasse, mit dem Rücken zur Hochschule, zusammen mit einer Baumgruppe. Einen entsprechenden Bürgerantrag hat Burmeister ans Rathaus gemailt. Vor Jahren hatte schon der Ehrenvorsitzende des Klevischen Vereins, Heinz Scholten, in einer Schrift Beuth gewürdigt.

(RP)