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Düsseldorfer Oberlandesgericht: Prozess gegen mutmaßlichen Terroristen aus Kleve startet

Nach Festnahme im Senegal : Prozess gegen mutmaßlichen Terroristen aus Kleve startet

Vor acht Jahren verschwand ein junger Mann aus Kleve, vor einem Jahr wurde er in Afrika aufgegriffen. Laut Bundesanwaltschaft handelt es sich bei ihm inzwischen um einen Terroristen eines Al-Kaida-Ablegers. Nun muss er vor Gericht.

Gut ein Jahr nach seiner Festnahme kommt ein mutmaßlicher islamistischer Terrorist aus Kleve an diesem Donnerstag (10 Uhr) auf die Anklagebank des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Dem 30-Jährigen wird vorgeworfen, der terroristischen Al-Nusra-Front angehört zu haben. Bei ihr handelte es sich um einen Al-Kaida-Ableger.

Laut Anklage der Bundesanwaltschaft war der Deutsche im Oktober 2013 über die Türkei nach Syrien gereist und hatte sich dort der Terrormiliz angeschlossen. Der 30-Jährige soll im Umgang mit Schusswaffen ausgebildet worden sein und mindestens einmal an Kämpfen teilgenommen haben. Er war im September 2020 im Senegal festgenommen worden.

Drei Mitangeklagten aus Kleve, Essen und dem hessischen Kelsterbach im Alter von 30, 31 und 34 Jahren wird Terrorfinanzierung vorgeworfen. Sie sollen der Bitte des Hauptangeklagten gefolgt sein und Geld für ihn und die Al-Nusra-Front gesammelt haben. Sie sind derzeit auf freiem Fuß.

(dpa)