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Diesmal ist auch Aussteigen beim Winter Wunderland Drive-In erlaubt

Zweite Ausgabe startet : So wird der weihnachtliche Drive-In im Wunderland Kalkar

120.000 Menschen waren im Vorjahr froh, einen Weihnachtsmarkt zumindest im eigenen Auto erleben zu können. Diesmal dürfen sie auch aussteigen, mit nostalgischen Karussells fahren und einen Mittelaltermarkt besuchen.

Es fällt Han Groot Obbink, einem grundsätzlich optimistischen Menschen, angesichts der zahlreichen Absagen, die er entgegennehmen muss, nicht leicht, Zuversicht auzustrahlen. Aber die Idee, einen Drive-In-Weihnachtsmarkt zu veranstalten, hatte Ende 2020 mitgeholfen, den ersten Corona-Winter wirtschaftlich zu überleben. Und ähnlich könnte es sich in dieser Saison verhalten, hofft der Geschäftsführer des Wunderland Kalkar. Denn bei allem, was jetzt wieder dem Virus,  Verordnungen und den Sorgen der Menschen zum Opfer fällt, bleibt die Fahrt im eigenen Auto möglich. Weil dank „2G“ geimpften und genesenen Bürgern einige Freiheiten eingeräumt werden, soll auch ein historischer Kirmesmarkt und ein Mittelalter-Weihnachtsmarkt zum Angebot gehören. Von Donnerstag, 25. November, bis zum 16. Januar stehen die Freizeitexperten von Wunderland Kalkar und dem Zirkus Maximum wieder bereit, den Besuchern ein, zwei schöne Stunden zu bereiten. Diesmal sogar mit Aussteigen aus dem Auto und Verzehr an der frischen Luft.

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Täglich außer Heiligabend und Neujahr wird es zwischen 16 und 20 Uhr möglich sein, für 15 Euro ein Ticket zu lösen, um zwei, vier oder auch fünf Personen im eigenen Auto geruhsam über den 1,5 Kilometer langen Parcours zu chauffieren. Wie beim letzten Mal sind viele Kilometer Lichterschlangen dekorativ an Karussells und Gebäuden befestigt worden, ungezählte Weihnachtsbäume werden aufgestellt sein, künstlicher Schnee soll die Atmosphäre bringen, die  die Gäste erwarten. Markus Woll und sein technischer Dienst sprühen vor guten Ideen und werden bis zur letzten Minute noch nachbessern. „Wenn man abends Probe beleuchtet, sieht man immer wieder etwas, das noch besser geht“, erzählt er.

Auf der langsamen Tour durch den Park erklingt mal Live-Akkordeon-Musik, mal jongliert Entertainer Eddy. Die Aktiven des Zirkus Maximum zeigen Akrobatisches, und die Tiere, die im vergangenen Jahr bei teilweise unfreundlichem Wetter draußen ausharren mussten, haben’s diesmal gemütlicher. Ihnen steht ein großes Zelt  zur Verfügung, durch das die Gäste hindurch fahren  dürfen und dabei die Kamele, Lamas, Strauße, Pferde und Esel bewundern dürfen. „Wir haben CO2-Melder im Einsatz, die aufpassen, dass die Luft gut bleibt“, sagt Han Groot Obbink. Ohnehin ist das Zelt ja zu zwei Seiten komplett geöffnet.

Wer dabei sein möchte, muss sich ein Internet-Ticket reservieren, entweder für ein festgelegtes Zeitfenster oder für einen Euro mehr als „Flex-Ticket“. Dann kann man den Termin frei wählen. Die Autos reihen sich ein, wer mag, lässt sich am ersten Zelt einen (alkoholfreien) Glühwein anreichen, dann wird das Ticket überprüft. Wer nicht vorhat, sein Fahrzeug zu verlassen, wird nicht nach dem  Impfstatus gefragt, wer allerdings über den nostalgischen Rummel spazieren oder  mittelalterlich kostümierte Zeitgenossen  treffen möchte, der muss 2G nachweisen. Dann genießt er allerhand Freiheit, darf im Selbstfahrer oder der Schiffschaukel von früher träumen, gebackene Pilze und Schokofrüchte  genießen, ein Bier trinken oder etwas Nettes für die Lieben daheim kaufen. Zur Auswahl stehen etwa Gewürze, Schmuck oder Felle.

Auch Zirkus-Chef Roman Zinnecker hofft auf ein kleines Zubrot, denn Geld zu verdienen ist für das Unternehmen, das  seit März 2020 auf dem Wunderland-Gelände logiert, seit langem fast unmöglich. „Wir haben per Tieflader ein paar Kamele zu einem Weihnachtszirkus nach Spanien gebracht“, erzählt der Zirkuschef. Die Hoffnung, im belgischen Lüttich gastieren zu dürfen, habe sich zerschlagen, und dass es zu den geplanten Gala-Diners mit Programm im  Zelt vor Ort kommt, ist zweifelhaft. Das einzige, was ein paar Euro bringt, ist vorerst wohl der Verkauf von Süßwaren und Bratwurst beim Drive-In. Entsprechend motiviert ist auch die Zinnecker-Familie, sich dabei einzubringen.