Kranenburg: Die Wiesenvögel werden zur Brut erwartet

Kranenburg: Die Wiesenvögel werden zur Brut erwartet

Ehren- und Hauptamtliche der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein haben verschiedene Flächen in der Düffel für Wiesenvögel aufgewertet. Die Naturschützer hoffen auf ein Frühjahr, das weniger trocken ist als das vergangene. Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe lieben feuchte Wiesen, wie es sie Jahrhunderte in der Düffel gab. Das Gras wächst langsam und lückig und darf frühestens Mitte Juni gemäht werden. In solchem artenreichen Grünland können die Männchen dieser Bodenbrüter gut versteckt in der Wiese ihre Nestmulden drehen. Das Weibchen sucht sich die beste Mulde aus. Die Wiese bietet ihnen außerdem genug Nahrung und Deckung. Um den nötigen feuchten Zustand zu erreichen, wurden die Probestaue in den so genannten Kleyen nahe Niel mit Sandsäcken verstärkt. Anfang März wurde auf einer landeseigenen Fläche bei Niel eine aktive Bewässerung aufgebaut. Auch die natürlichen Räuber müssen in Schach gehalten werden. Deshalb wurden in den Kleyen tausend Meter Hecken zurückgeschnitten. So haben Rabenkrähen oder Mäusebussard, die hohe Hecken gern als Aussichtspunkt nutzen, weniger Möglichkeiten Wiesenvogelgelege oder Küken zu entdecken. Der Fuchs, der früher durch die Feuchtigkeit abgeschreckt wurde, gefährdet ebenfalls die Vogelarten. Deshalb wurde Anfang April ein Elektrozaun auf einer landeseigenen Fläche aufgestellt.

Weitere Informationen: www.life-wiesenvoegel-niederrhein.de

(RP)