Kalkar: Die Werber für Kalkar

Kalkar : Die Werber für Kalkar

Eine Delegation aus Kalkar war beim Hansetag in Lübeck mit Neuss, Emmerich und Wesel. Auch Grieth warb im Norden. Der europäische Städteverbund "Neue Hanse" arbeitet beim Tourismus und bei der Kultur zusammen.

Bereits im Jahre 1412 fand im eindrucksvollen, mit Wand- und Deckenmalerei verzierten Ratssaal des Rathauses der Stadt Lüneburg ein Hansetag statt. Anlässlich dieses Jubiläums hatte die Neue Hanse, das europäische Städtenetzwerk mit 182 historischen Mitgliedsstädten aus 16 Nationen, in die gut 70 000 Einwohner zählende Stadt geladen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Emmerich, Wesel und Neuss präsentierten sich Kalkar und Grieth als einst selbstständige Hansestädte mit der Rheinischen Hanse.

Die offenen und attraktiv gestalteten Stände auf dem Hansemarkt, unmittelbar am Rathaus und am Markt im Zentrum der Stadt fanden große Resonanz. In historischen Gewändern gekleidet konnten die Mitarbeiter der Touristik-Information Kalkar Informationen über die Stadt und die Region weitergeben, sowie zahlreiche Gespräche führen – stets fand sich ein überaus freundliches und sehr interessiertes Publikum.

Kulturtouristen und Radwanderern wurden viele Hinweise für einen Besuch in Kalkar vermittelt, bei Familien mit Kindern erzielte "Kernie" – zwei Mitarbeiterinnen des Wunderland Kalkar waren ebenfalls auf dem Hansemarkt vertreten – große Aufmerksamkeit.

Die Stadt Lüneburg hatte sich als Ausrichter bestens vorbereitet und bot mit dem Hansemarkt, einem mittelalterlichen Markt, Stadt- und Kirchenführungen, Konzerten auf acht Bühnen, Ausstellungen, einem Musical, Tagungen und Arbeitskreisen ein Veranstaltungsprogramm, das 250 000 Besucher an den drei Tagen in die Stadt lockte.

Bürgermeister Gerhard Fonck zeigte sich beeindruckt von der stimmungsvollen und freundlichen Atmosphäre bei sehr sonnigem, frühsommerlichem Wetter – und von der Attraktivität der Stadt, die einst durch die Salzgewinnung prosperierte und heute durch die Fülle an Stadtbaukultur und Geschichte, durch die Geschäftsstraßen mit vielen kleinen Läden, Spezial- und Nischenanbietern, den touristischen und gastronomischen Angeboten sowie der wachsenden Universität besticht. Das historische Lüneburg ist zugleich eine junge und moderne Stadt.

Bürgermeister Fonck verwies zudem darauf, dass die Potenziale in diesem europäischen Städteverbund in den Bereichen Wirtschafts- und Wissenstransfer, im Tourismus und im kulturellen Austausch immer stärker erkannt, optimiert und ausgebaut werden. Die Kalkarer Jugenddelegierten der "Youth Hansa" Johanna Nonn, Eikes Minkus und Christian Huypen vom Jan-Joest-Gymnasium, die zum ersten Mal einen Internationalen Hansetag erlebten, waren begeistert von dem freundschaftlichen Miteinander über alle Grenzen hinweg. Als Mitglied der "Hanse-Gilde" informierte Karl-Ludwig van Dornick am Stand der Gilde über die Geschichte der Hanse und der Internationalen Hansetage.

(RP)
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