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Kleve: Die Spyckschule hat mit Montessori drei Klassen

Kleve : Die Spyckschule hat mit Montessori drei Klassen

Weil SPD-Fraktionschefin Petra Tekath erneut Fraktionsberatung beantragte, wurde das Streitthema "Montessori in der Spyckschule" ohne Diskussion in den Rat vertagt. Widerspruch gegen Fracking.

Es geht um die Zukunft der Spyckschule: Mit Montessori-Pädagogik wäre diese gesichert, hatte Schulrat Buyken im Schulausschuss vorausgesagt. Tatsächlich, so informierte gestern Abend Schul- und Verwaltungsamtsleiterin Annette Wier den Hauptausschuss, muss die Schule dann nicht um den zweiten überlebenswichtigen Zug bangen.

"Wenn wir dort die Montessori-Schule unterbringen, würden wir als Verwaltung eine zweizügige Schule empfehlen, die aber bei Bedarf auch Kinder für drei Klassen aufnehmen kann, so dass man insgesamt eine Schule mit Zweieinhalb Zügen bekommt", sagte Wier.

Das wären dann statt der acht Lerngruppen für eine zweizügige Montessorischule eine Schule mit zehn Lerngruppen. Entsprechend soll auch der geplante Neubau ausgelegt werden. Damit werde man langfristig den Wunsch vieler Eltern in Kleve nach einer Schule mit der Reformpädagogik erfüllen können, sagt Wier.

Das gilt aber nur, wenn der Rat beschließt, die Spyckschule als Montessorischule einzurichten. In welche Richtung der Zug gehen soll, erfuhren Eltern und Lehrerkollegium, die in Teilen gegen die Montessori-Pädagogik in ihrer Einrichtung sind, nicht. Petra Tekath, SPD-Fraktionschefin, beantragte erneut Fraktionsberatung. Es macht den Eindruck, als drückt sich die SPD, die Diskussion um diese Pädagogik zu führen. Sie wolle sich weiter intern mit Eltern und Lehrern fachkundig machen, die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen, sie erfahre immer wieder neue Argumente, sagte Tekath nach der Sitzung im Gespräch mit der RP.

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Bleibt also allein der Rat, endlich über Montessori an der Spyckstraße zu diskutieren. Auf einer eingerichteten Online-Petition der Montessori-Gegner gibt es 144 Unterstützer - darunter allerdings auch Unterzeichner aus fremden Kommunen, die ihre Kinder nicht nach Kleve schicken können.

Neu gegründet würde die Schule zum Schuljahr 2015/2016, indem Spyckschule und die Schule in Griethausen zusammengelegt werden. Endgültig in der Unterstadt ankommen würden nach Sanierung des Altbaus und Errichtung des dann nötigen Anbaus die Schule am Standort Spyckstraße im Schuljahr 2018/19. Im Jahr zuvor (2017/18) müssten die Kinder noch in die Lutherschule, die dann endgültig in die neue Grundschule An den Linden (ehemals Christus-König) ziehen kann, deren Anbau in diesem Jahr fertig sein soll.

Zum Bebauungsplan Schweizerhaus teilte Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer mit, dass dort zwei Linden für die Einfahrt der neuen Straße gefällt werden müssen. Das sei mit dem Kreis Kleve abgestimmt. Es würden zwei neue Bäume gesetzt. Auf Nachfrage von Michael Bay, dass laut Baumschutzsatzung zum Ersatz dieser beiden alten Bäume rund 60 neue nötig wären, bemerkte Rauer, dass Straßenbäume nicht unter die Satzung fallen.

Zu Befürchtungen, das neue Windkraftwerk der Umweltbetrieb der Stadt Kleve (USK) störe die historische Sichtachse, sagte Jürgen Rauer: Man werde die Anlage natürlich vom Kupfernen Knopf sehen können. Aber: "Das Windkraftwerk liegt nicht in der Sichtachse". Auf Nachfrage von Petra Tekath zum Deutsch-Unterricht von Migranten am Konrad-Adenauer-Gymnasium erklärte Annette Wier, dass laut Bezirksregierung die Klassenstärke bei 20 liege, die Schule eine entsprechende Stelle bekommen haben. Sie werde aber mit der Schulaufsicht klären, ob sich nicht auch das Stein-Gymnasium und die Kisters-Realschule am Stellenschlüssel beteiligen.

(RP)