1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Die Klever Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Kleve : „Falsche Polizisten“ rufen Seniorinnen an

(RP) Zwei Seniorinnen im Klever Stadtgebiet sind von sogenannten „falschen Polizisten“ angerufen worden, warnt die echte Klever Polizei. Gegen 20.15 Uhr wurde eine 83-jährige Donsbrüggenerin kontaktiert.

Der „Polizist“  gab an, dass auf der Ackersheide Einbrecher festgenommen worden seien und  eine Namensliste   mit ihrem Namen aufgefunden wurde. Drei Täter seien noch flüchtig. Anschließend erkundigte sich der Mann nach Bargeld, Wertgegenständen und Bankkonten. Die 83-Jährige beendete das Gespräch, nachdem ihr die Fragen zunehmend seltsam erschienen.

Eine 88-jährige Materbornerin wurde gegen 21.45 Uhr angerufen. Auch hier berichtete ein „Kommissar Schneider“ von Einbrüchen in der Nachbarschaft, festgenommenen Tätern und dem  Namen der Seniorin. Als der vermeintliche Polizist begann, nach Geld auf Bankkonten zu fragen, schöpfte die rüstige Seniorin Verdacht. Der falsche Kommissar teilte nun mit, dass er das Gespräch beenden würde und die 88-Jährige danach die Nummer 112 wählen solle, allerdings ohne vorher den Hörer aufgelegt zu haben. Misstrauisch geworden, legte die Materbornerin richtigerweise auf und betätigte den Notruf der Polizei 110. Dem echten Polizisten am anderen Ende der Leitung schilderte sie dann das Geschehene. Die beiden Damen haben richtig reagiert, indem sie das Telefonat beendeten und direkt im Anschluss die Polizei verständigten. Ein Schaden ist so glücklicherweise nicht entstanden.

Hier noch einmal die Verhaltenshinweise der Polizei: „Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Notrufnummer 110 im Telefondisplay. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, lassen Sie sich den Namen nennen und rufen Sie Ihre Polizeidienststelle an. Geben Sie Unbekannten keine Auskünfte. Übergeben Sie Unbekannten niemals Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeitern der Polizei, der Staatsanwaltschaft, Gericht oder Geldinstituten.“