Kleve: Die Hochschule ist eingesegnet

Kleve : Die Hochschule ist eingesegnet

Gestern um 12.18 Uhr: Die Kreisstadt Kleve hat ihren neuen Campus. Bürgermeister Theo Brauer freut sich auf Studenten aus derzeit 68 Nationen und eine Verjüngung der Stadt. Heute Tag der offenen Tür für alle Bürger.

Jahrhundert-Tag für die Kreisstadt Kleve: Vor 500 geladenen Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens in der Technikhalle und noch mehr Studenten und Mitarbeitern im Audimax wurde die Hochschule Rhein-Waal offiziell vom Bauherren Kreis Kleve an das Land NRW übergeben. Die Einsegnung des insgesamt 16 Gebäude umfassenden Hochschul-Komplexes vollzogen Bischof Theising, Propst Mecking, Superintendent Wefers und Pfarrerin Schell (siehe Sonderseite B 4).

Für die Stadt Kleve ist damit eine neue Ära eingeläutet worden, die Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks sagt: "Kleve wird sich mit der Hochschule ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten können". Für den freudestrahlenden Bürgermeister Theo Brauer ist klar: "Die Hochschule wird ein wichtiger Arbeitgeber und Auftraggeber für die Menschen und Unternehmen unserer Region sein — und damit ein zusätzlicher Standortfaktor". Für die Stadt geht es jetzt auch um eines: "In Kleve kann man nicht nur gut studieren, sondern auch gut leben", sagt Brauer und spielt damit darauf an, dass man mit vielen jungen Menschen rechnet, die in Kleve wohnen möchten. Drei Studentenwohnheime seien im Bau, viele Bürger wollten den Studierenden Raum bieten. Die Bühne nutzte der Erste Bürger (mit Amtskette), um an die Verantwortlichen zu appellieren, bessere Nahverkehrsverbindungen zu schaffen: "Wir brauchen im ÖPNV eine andere, schnellere Taktung", Mit der Hochschule werde "die Stadt Kleve ein jüngeres Erscheinungsbild erfahren, neues Kulturgut und eine junge Szene werden sich in Kleve etablieren und uns gut tun", sagt Brauer.

Wie international und multikulturell das verjüngte Kleve aussehen wird, verdeutlichte Hochschul-Präsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz. Denn schon derzeit sind an der HRW insgesamt 68 Nationalitäten vertreten. Etwa 27 Prozent der aktuell 1500 Studenten stammen aus dem Ausland, aber auch Professoren aus China und der Türkei, aus Israel und Brasilien oder aus England und Spanien sind inzwischen in Kleve angekommen. Gestern begrüßte die weit gereiste Professorin übrigens hochrangige Wissenschafts-Delegationen aus China, Indien und Pakistan in der Klever Technikhalle, übrigens allesamt mit Ohrstöpseln für die Simultanübersetzung ausgerüstet. Die Professorin begründet die Internationalität: "Unsere Absolventen müssen sich in der ganzen Welt bewegen können. Wir wollen dem Fachkräftemangel vorausschauend begegnen."

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(RP/ila)
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