Kleve: Die "Geit" war los bei der Flying Familli

Kleve: Die "Geit" war los bei der Flying Familli

Unter dem Motto "He-Löp Marie, de Geit es loss" lud die KG Flying Familli zu ihrer Karnevalssitzung im Keekener Schützenhaus ein. Freie Plätze suchte man am Samstagabend vergebens – das Schützenhaus war mit Jecken aus ausgezeichnet gefüllt, die sich auf ein buntes und unterhaltsames Sitzungsprogramm freuten. Und sie wurden nicht enttäuscht: Pünktlich um 19.11 Uhr fiel der Startschuss für die Sitzung der Flying Familli, und nach einer kurzen Begrüßung durch Moderator Peter Schleß stand auch gleich hoher Besuch vor der Tür des Kolpinghauses.

Prinzenorden

Prinz Michael "der Flammende" bahnte sich, unterstützt von Garde und Orchester, seinen Weg durch den prallgefüllten Sitzungssaal in Richtung Bühne. Neben einigen Prinzenorden für Mitglieder der Flying Familli hatte er natürlich auch sein Prinzenlied im Gepäck, um den Saal gleich zu Beginn auf Betriebstemperatur zu bringen. Nach dem pompösen Auszug der Klever Tollität gab es dann auch schon den ersten Gardetanz zu sehen: Die Familli Wölkchen, jüngste Tanzgruppe des Vereins, wirbelten in rot-blauer Gardeuniform gekonnt über die Bühne. Flotte Tanzeinlagen gab es auch bei den anderen Tanzgruppen der Flying Familli zu sehen: Neben den Wölkchen standen die Teenies, die Flying Dancers, die Flotten Bienen und First Generation auf der Bühne. Und auch die Damenwelt kam auf ihre Kosten, als das männliche Humusballett reizvoll gekleidet über das Parkett wirbelte. Die erste Bütt des Abends kam von Peter Schleß, der als "Pit Schlau" auf die Bühne kam. Im gewohnten Plattdeutsch klärte er die Gäste über allerhand Wissenswertes auf, unter anderem, dass das Wort Lebensgefährtin ursprünglich von Lebensgefahr abgeleitet wurde. Die Ehe verglich Pit Schlau mit einem Restaurantbesuch: "Man meint immer, man hat das Beste gewählt – bis man sieht, was der Nachbar gekriegt hat." Gut, dass es die Narrenfreiheit gibt.

Viel Lokalkolorit

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Als "Ein Maurer" ging Sebastian Fischer in die Bütt, berichtete vom harten Alltag auf dem Bau und seinem Motto "Lieber die Sekretärin auf dem Schoß, als den Chef im Nacken". Mit viel Lokalkolorit brachte Ilke Gürth-Janssen als Brandmeister der mutwilligen Feuerwehr die Gäste zum Lachen. Begeistern konnte auch Magdalena Niethen, die trotz Erkältung für einen Gesangsbeitrag auf die Bühne kam: Neben Lenas Grand-Prix-Hit "Satellite" gab sie Andrea Bergs "Die Gefühle haben Schweigepflicht" zum Besten – von einem kratzenden Hals keine Spur.

1991 wurde die Flying Familli gegründet, zum zwanzigjährigen Jubiläum wurde den Gästen im prallgefüllten Keekener Schützenhaus wieder eine bunte und unterhaltsame Sitzung geboten.

(RP)
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