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DGB in Kleve zum 1. Mai: Jetzt ist die Gesundheit am wichtigsten

Interview Frank Thon : Jetzt ist die Gesundheit am wichtigsten

Frank Thon, Organisationssektretär beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DBG) Niederrhein, spricht über den Tag der Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie und berichtet, was die DGB statt öffentlicher Kundgebungen geplant hat.

Die Corona-Pandemie beschert Ihnen zum 1. Mai ein Versammlungsverbot. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

Frank Thon Das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben. Und es ist ein schwerer Schlag für uns, denn der 1. Mai ist für uns der Höhepunkt des Jahres, und Kundgebungen gehören einfach dazu. Aber wir werden den 1. Mai trotzdem feiern. Nur auf andere Art.

Was ist konkret geplant?

Thon Die Redner, die sonst auf den Mai-Kundgebungen gesprochen hätten, unter anderem auch die Klever Bürgermeisterin Sonja Northing, geben stattdessen nun täglich ein Statement auf unserem Facebook- und Instagram-Kanal (Facebook „DGB Niederrhein“; Instagram „dgb_region_niederrhein“) ab. Zudem haben wir in Kleve in der Nacht vom 29. April auf den 30. April das Gewerkschaftshaus an der Lindenallee für einige Stunden rot angestrahlt. Am 1. Mai selbst wird es unter dem Motto „Solidarisch ist man nicht allein“ einen Livestream unseres Bundesvorstands geben.

Was steht für den DGB derzeit im Fokus?

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Thon Derzeit steht natürlich die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt. Die Arbeitnehmer, die jetzt plötzlich als systemrelevant und Helden des Alltags gesehen werden, wurden von uns immer schon als solche betrachtet. Plötzlich begreifen alle, dass die Ökonomisierung der Pflege ein Holzweg war.

Was sind Ihre Forderungen?

Thon Wir fordern die Landesregierung auf, Töpfe zu öffnen, damit das Kurarbeitergeld auch von Unternehmen, die nicht Tarif gebunden sind, aufgestockt werden kann. Am wichtigsten ist jetzt die Gesundheit der Arbeitnehmer. Für uns geht die vor schneller Öffnung.