Bei VRR und Rhein-Ruhr-Bahn So läuft der Verkauf für das 49-Euro-Ticket im Kreis Kleve

Kreis Kleve · Noch ist unklar, wann es das neue Deutschlandticket geben wird. Bei der Niag und der Rhein-Ruhr-Bahn kann man es aber schon vorbestellen. Wie das funktioniert.

 Das 49-Euro-Ticket soll auch auf den Strecke der Rhein-Ruhr-Bahn.

Das 49-Euro-Ticket soll auch auf den Strecke der Rhein-Ruhr-Bahn.

Foto: Holger Jacoby / Nordwestbahn/Holger Jacoby

Auf das 49-Euro-Ticket warten sicher viele: Bei einigen Verkehrsbetrieben können Interessierte ihren Fahrausweis jetzt schon vorbestellen – auch im Kreis Kleve. Das haben auf Anfrage unserer Redaktion sowohl die Niag, als auch die Rhein-Ruhr-Bahn bestätigt – seit September betreibt letztere unter anderem den „Niersexpress“ (RE10) von Kleve bis Düsseldorf. Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dessen Gebiet neben dem Niederrhein das Ruhrgebiet, Teile des Bergischen Landes sowie Düsseldorf abdeckt, verhält es sich so: „Wer das Deutschland-Ticket schnell und unkompliziert kaufen möchte, sobald es verfügbar ist, kann sich schon heute im Ticketshop registrieren.“ Das ist über die VRR-App und die Apps der Verkehrsunternehmen im VRR möglich.

Damit werden die Daten der Kunden schon hinterlegt, bestellt wird das Ticket dadurch aber noch nicht. Interessierte können anhand dieser Angaben unmittelbar angeschrieben werden, wenn das Deutschlandticket verfügbar ist.

Anders ist das bei der Rhein-Ruhr-Bahn, dessen Mutterunternehmen der Eisenbahn- und Busbetrieb Transdev ist: Dort können Interessierte über die Internetseite www.deutschlandticket.de schon jetzt ihren Fahrausweis bestellen. Der wird digital und soll „in Form eines Barcodes“ rechtzeitig zum Start des Abos zugestellt werden. Um bei der Rhein-Ruhr-Bahn das Ticket zu erhalten, müssen Interessierte einige Angaben zu ihrer Person machen, eine E-Mail-Adresse nennen und ein Passwort für ein Kundenkonto vergeben, außerdem Zahlungsdaten hinterlegen. Sobald der digitale Fahrschein gültig ist, gibt es für Bus- und Bahnreisende freie Fahrt.

Die Niag bietet bereits an, dass Interessierte im Kundencenter vor Ort ihre Daten für die Ticket-Bestellung hinterlegen können. Das berichtet der Sprecher des Unternehmens. „Des Weiteren bereiten wir ein Online-Formular vor“, sagt er. Sobald ein Starttermin für das Deutschland-Ticket offiziell verkündet werde, soll die Fahrausweis-Bestellung auch in der App möglich sein, gibt der Sprecher einen Ausblick. Wer als Kunde bei der Niag schon registriert ist, „kann dann mit zwei Klicks das Ticket bestellen. Es wird ein Pop-up-Fenster geben, das auf der ersten Seite der App auftaucht, sobald der Starttermin bekannt ist.

Zum tatsächlichen Starttermin des Tickets sagt VRR-Vorstand José Luis Castrillo: „Wir rechnen damit, dass es zum 1. Mai einheitlich eingeführt wird. Der Verkaufsstart wird vier Wochen vorher beginnen.“ Das Deutschland-Ticket sollte so früh wie möglich im Jahr verabschiedet werden. Zuletzt war der 1. April im Gespräch. Allerdings müssen einige Rahmenbedingungen noch erarbeitet werden.

So zum Beispiel ein Ticket-Übergang: Wer bereits einen Vielfahrer-Ausweis wie das „Bärenticket“ besitzt, soll es vermutlich in ein 49 Euro teuren Fahrschein wechseln können. Dazu heißt es in einer Mitteilung des VRR: „Hierzu planen die Verkehrsunternehmen im VRR, die Abonnements ihrer Kundinnen und Kunden von der Chip-Karte in ein digitales Abonnement zu überführen.“

Sonderbedingungen wie mit dem Fahrrad in Bus und Bahn zu reisen sollen im Vertrag zum bundesweit-gültigen Fahrschein vermutlich nicht enthalten sein. Wer das aber gern möchte, kann zusätzlich ein Fahrrad-Monatsticket für 29 Euro kaufen – das bietet der VRR an. 3,80 Euro kostet die Fahrradmitnahme pro Tag, wenn ein Einzelticket gebucht wird.

Das Deutschland-Ticket wurde als Nachfolger zum Neun-Euro-Ticket konzipiert, das von Juni bis August 2022 bundesweit gültig war. Die Niag hat in diesen Monaten laut eigenen Angaben 94.000 Tickets verkauft. Voll sei es im vergangenen Jahr vor allem an den Wochenenden gewesen, sagt der Niag-Sprecher. Beliebt waren unter anderem die Bislicher Insel und die Strecke zwischen Kleve und Nijmegen. Wie groß der Ansturm auf das 49- Euro-Ticket sein könnte, wisse er nicht, dazu sei es noch zu früh.

(jmb)
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