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Der Verein "Mehr-Miteinander" plant mehrere Projekte anlässlich des 1300-jährigen Jubiläums.

Kranenburg-Mehr : Kunst zum Draufsetzen

Der Verein „Mehr-Miteinander“ hat eine einzigartige Bank aufgestellt. Im Herzen der Ortschaft steht eine 90-jährige Eiche, um diese herum wurde die geschwungene Holzbank gesetzt.

(pej) Der Kranenburger Ortsteil Mehr ist reich. Reich an Geschichte. Vor 1300 Jahren wurde das Dorf erstmals erwähnt. Die Feier zu dem Jubiläum fiel der Pandemie zum Opfer. Einige Arbeiten, die Mehr attraktiver machen und den Besuchern die Geschichte näherbringen sollen, hingegen nicht. Das erste Projekt steht bereits. Es ist eine Bank, die im Mittelpunkt des Dorfes platziert wurde. Im Herzen der Ortschaft steht eine 90-jährige Eiche, um diese herum wurde eine geschwungene Holzbank gesetzt. Die Idee dazu hatte Michael Maas. Gezeichnet wurde sie von Friedhelm Kahm und angefertigt vom Mehrer Schreiner Jan-Wilm Naß. Ein einzigartiges Stück, mit künstlerischem Anspruch. Etwa 7000 Euro kostete die Bank aus Akazienholz. Für sie wurde ein Gestell aus Edelstahl gefertigt.

Seit vergangenem Jahr ist die Gruppe „Mehr-Miteinander“ ein offiziell eingetragener Verein. Aktuell verfolgt sie drei Projekte anlässlich des Jubiläums. Neben der Bank wird ein altes Trafohäuschen in einen Ort umgebaut, in dem es etwas über die Mehrer Geschichte zu erfahren gibt. Die Außenwände werden derzeit restauriert. Was im Inneren des Häuschens passieren wird, ist noch nicht geklärt. Bei 1300 Jahren Geschichte gibt es reichlich zu tun.

  • Bei der Gründung: (von links) Dieter
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  • Bei der Einweihung war die Bank
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  • Jan-Wilm Naß in seiner Schreinerei in
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Das dritte Vorhaben ist die Errichtung eines Bildstocks am Stüvenest. Das Kleindenkmal wird den heiligen Willibrord zeigen und so an dessen Wirken am Niederrhein erinnern. Der Klever Steinmetz und Bildhauer Benedikt Kreusch wird die Heiligen-Skulptur gestalten. Die Einweihung ist derzeit für Sonntag, 25. April, geplant und wird voraussichtlich von Felix Genn, dem Bischof von Münster, vorgenommen.

Drei Vorhaben des Vereins befinden sich in der Planung oder sind bereits umgesetzt. Doch soll es dabei nicht bleiben. „Mehr-Miteinander“ will einen Jubiläumspfad errichten. Den größten Beitrag für die ersten drei Projekte, die etwa 26.000 Euro kosten, hat der Kreis Kleve übernommen. Die   Eröffnung des gesamten Jubiläumspfades wird später erfolgen.