Der Preis für den Weihnachtsbaum bleibt stabil

Weihnachten 2018 im Kreis Kleve : Großes Angebot und stabile Preise bei Weihnachtsbäumen

Der heiße Sommer und die damit verbundene Dürre haben den Bäumen fürs diesjährige Christfest nicht geschadet. In fünf Jahren, wenn die heutigen Neuanpflanzungen erntereif sind, könnte es aber knapp werden.

Es gibt sie aus Kunststoff, aus Holz, für Freunde puristischen Designs sogar aus Metall. Dennoch ist für die allermeisten Menschen in Deutschland (nicht nur für Christen, übrigens) eine Selbstverständlichkeit, sich zur Weihnachtszeit einen Christbaum ins Haus zu holen. Oder zumindest Terrasse oder Balkon mit ihm zu schmücken. Peter Hesseling, Junior-Chef vom Bauernmarkt Lindchen, weiß, dass in Deutschland Jahr für Jahr rund 21. Millionen Weihnachtsbäume gekauft werden. Angebaut und „geerntet“ werden sogar noch mehr, denn der Kunde will ja Auswahl haben. Die hat er in Keppeln auf jeden Fall: Rund 10.000 Bäume sind beim Lindchen im Angebot; von ziemlich günstig bis besonders edel.

Die Trockenheit dieses Sommers, die im Grunde bis jetzt anhielt, hat den Tannenbäumen, unter denen wir jetzt eine Auswahl treffen sollen, kaum geschadet. „Die erntereifen Bäume haben ja bis tief in die Erde wurzelnde Bäume, die kamen mit der Trockenheit zurecht“, erklärt Hesseling. „Schwierig wird es in vier, fünf Jahren, denn dann sollten die Bäume, die in diesem Jahr gepflanzt wurden, so weit sein.“ Die Neuanpflanzungen jedoch haben im Rekord-Sommer 2018 sehr gelitten. „Da ist viel kaputt gegangen oder hat  Schäden davongetragen.“ Der Christbaum diesen Jahres hingegen zeigt sich meist kräftig und gesund. „Die Preise sind stabil geblieben“, versichert der Uedemer. Ab fünf Euro pro Meter sei ein Baum zu bekommen. Schöne Nordmanntannen kosten aber zehn, zwölf und manchmal sogar 15 Euro pro Meter. Je nach Sorte, Qualität und Wuchs. Wen Pieken nicht stört, wem es vor allem um den Duft geht und den Baum nicht wochenlang stehen haben möchte, der ist ja vielleicht auch mit einer Fichte glücklich.

Hoch und mit wenig Zweigen, die viel Platz für echte Kerzen lassen, eher kurz und rund mit dichtem Geäst, vielleicht eine Blau- oder Koreatanne - verschiedenste Ansprüche und Geschmäcker können bedient werden. Und zu kaufen gibt es geeignete Bäume fast überall: in Gartencentern, Baumärkten, Warengenossenschaften, an Tankstellen, Supermärkten, bei fliegenden Händlern. Praktisch jeder verspricht, dass bis zum 24. Dezember noch ein schöner zu bekommen ist. Da scheint ein gewisses Überangebot vorzuliegen. Was Insider im übrigen bestätigen, denn wenn ein Baum das Maß von 2,50 Meter überschreitet, ist er nur noch schwer zu verkaufen. Was jetzt nicht geschlagen wurde, wächst weiter und überfordert im kommenden Jahr die meisten Wohnzimmer-Deckenhöhen.

  • Duisburg : Tipps zum Weihnachtsbaumkauf

Aber da gibt’s ja auch noch Firmen, Geschäfte, Büros, die ihre Kunden in gute Stimmung versetzen möchten und sich deshalb einen großen Baum vor die Tür setzen.  Navaratnam Sakthidharan vom „Clever Pflanzencenter“ hat Bäume bis zu einer Höhe von fünf Metern; „so große Tannen liefern wir dann meist aus. Die meisten Leute wollen Bäume von anderthalb bis zwei Meter Höhe; einen schönen bekommen Sie für 15 Euro“. Wenig Blaufichten oder mal eine Nobilis würden nachgefragt, der überwiegend gesuchte Baum sei jedoch weiterhin die Nordmanntanne. Und dass die Bäume diesen Sommer so gut überstanden haben, darüber sei er wirklich überrascht.

Wer, weil es die Familientradition so will oder die Kinder mal den Wald erleben sollen, seinen Baum selber schlagen möchte, der kann das zum Beispiel im Forstbetrieb von Schloss Wissen in Weeze tun. Am zweiten und dritten Advent ist dies möglich. Sägen können ausgeliehen werden, wer mag, kann sich auch noch Glühwein und Wildschweingulasch schmecken lassen.

Mehr von RP ONLINE