Der neuer Standort des Klever Weihnachtsmarkts kommt gut an.

Kleve : Eine Stadt voller Vorfreude

Nach 17 Jahren im Forstgarten kehrt der Weihnachtsmarkt in die Innenstadt zurück. Rund 40 geschmückte Buden verzaubern den Platz vor Haus Koekkoek, laden zum Bummeln ein und schaffen eine festliche Atmosphäre.

Immer zum 1. Advent, wenn der Klever Weihnachtmarkt startet, ist es ein Erlebnis der besonderen Art. Denn die zahlreichen Besucher können sich jedes Mal auf viele interessante und ausgefallene Sachen der Marktbeschicker freuen. Etliche Klever Händler und Handwerker, die ihre vielfältigen Angebote ausstellen und anbieten, sind in diesem Jahr verstärkt in der Budenstadt vor dem Platz vor dem Haus Koekkoek vertreten. Am Freitag eröffnete Bürgermeisterin Sonja Northing auf der Bühne neben dem Rathaus den Markt. Danach gab es Konzerte des Kinderchores der Marienschule sowie des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Kleve, die für Adventsstimmung sorgten. Am Samstag musizierten dort das Akkordeonorchester Bedburg-Hau, der Musikverein Kranenburg und der Popkoor Pur Song aus den Niederlanden.

Rund um den Koekkoek- und Pastor-Leinung-Platz leuchteten viele Lampen und Lämpchen, die vom Klever Umweltbetrieb (USK) zahlreich verlegt oder aufgehängt wurden, den Besuchern den Weg in die heimelige Budenstadt. Sogar der riesige Metallschwan, der ein herrlicher Blickfang ist, steht hell erleuchtet am Wallgraben. Bis zum nächsten Sonntag, dem Abschluss des Weihnachtsmarktes, werden sicherlich noch viele Handys gezückt, um ein Foto von ihm zu machen.

Der Sichelmond schaute am Samstagabend durch den nebligen Himmel dem geschäftigen Treiben auf dem Markt zu und verlieh ihm eine besondere Aura. Viele interessierte kleine wie große Besucher aus nah und fern schlenderten durch die Budengassen, ließen sich von den Ausstellern ausführlich beraten und alles erklären, und so manche Accessoires wie auch Schmuckstücke und Weihnachtliches wechselten den Besitzer. „Ich war schon in den vergangenen 17 Jahren im Forstgarten dabei, und ich stehe nur in Kleve auf dem Weihnachtsmarkt mit meinen Holzschnitzereien, die ich bereits seit 40 Jahren herstelle“, sagt der 80-jährige, ehemalige Polsterer Paul Neinhüs, der die Schwanenburg als Schwibbogen und Holzrelief im Angebot hat.

Über dem Markt hing der Duft von Glühwein, Kakao, Leckereien vom Grill, Reibekuchen, gebrannte Mandeln, Popcorn, Crêpes und andere Köstlichkeiten in großer Auswahl, die für kulinarische Genüsse sorgten. Ein historisches Kinderkarussell war ebenso dabei wie auch gut frequentiert. Das „Gasthaus“ aus Kleve steht zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt, und die Verkäuferin Monika Kluge sagt: „Jeder freut sich, dass sich der Markt wieder in der Innenstadt befindet. Auch die Händler profitieren davon, wir sind bisher zufrieden mit dem Verkauf unserer Angebote:“ Und sie musste sich wieder einer Kundin zuwenden, die Erklärungsbedarf kundtat.

Ebenfalls zahlreiche niederländische Gäste fanden den Weg in die Schwanenstadt, um den stimmungsvollen Markt zu besuchen. Stellvertretend für alle Niederländer erklärte das Ehepaar Frans und Charlotte Jansen aus Gennep in ihrem holländischen Akzent: „Das ist ein wundervoller Markt, auch jetzt in der Innenstadt. Wir kommen schon seit Jahren nach Kleve und im kommenden Jahr bestimmt wieder.“ Der neue Standort kommt bei den Besuchern und Aussteller gut an.