Kalkar: Der nächste Abriss 2010

Kalkar : Der nächste Abriss 2010

Nach dem Kauf eines weiteren Hochhaus-Komplexes in Altkalkar steht die Schönheits-Operation an.Auf dem Gelände der alten Schule und der abgerissenen Gebäude könnten Mehr-Generationen-Häuser entstehen.

Die Stadtentwicklungs-Gesellschaft (SEG) Kalkar hat in Altkalkar einen weiteren Hochhauskomplex gekauft, um das Gebiet an der Birkenallee und am Postweg zu sanieren. Hier werden möglicherweise Einfamilien- und Doppelhaushälften errichtet. Die Wohnbau e.G. mit Sitz in Goch habe drei Gebäude an die SEG veräußert. Dies teilte gestern auf Anfrage der RP Kalkars Bürgermeister Gerhard Fonck mit, der auch Geschäftsführer des städtischen Unternehmens ist.

Schönheits-Operation

Damit besitzt die SEG jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft insgesamt sechs Häuser mit 42 Wohnungen, die abgerissen werden sollen. Fonck hofft, dass im Jahr 2010 die Bagger anrücken und mit der Schönheits-Operation in Altkalkar beginnen. In den viergeschossigen Gebäuden am Postweg 14, 16 und 18 wohnten keine Mieter mehr: "Wir übernehmen ein leeres Haus", sagte der Bürgermeister. In den drei Komplexen hätten 24 Familien gelebt. "Mehrfamilienhäuser mit acht Parteien passen einfach nicht zum Kalkarer Stadtbild", freut sich Bürgermeister Gerhard Fonck, dass bald mit dem Abbruch begonnen werden kann.

Die drei benachbarten Gebäude an der Birkenallee hat die Stadt-Entwicklungsgesellschaft bereits vor knapp eineinhalb Jahren vom Insolvenzverwalter der GeWo erworben. 15 Mieter seien bereits ausgezogen, denen neue Wohnungen besorgt worden seien. Für drei Parteien werde derzeit das "Kündigungsverfahren abgewickelt",erklärte der SEG-Geschäftsführer.

Wenn die sechs Hochhäuser in Altkalkar abgerissen worden seien, stünde mit dem gegenüberliegenden Gelände der ehemaligen Schule eine Fläche von insgesamt fast 15 000 Quadratmetern für eine Bebauung zur Verfügung, so Fonck. Das 9000 Quadrameter große Gelände der früheren Schule habe die US-Luftwaffe bis zum Jahr 2004 genutzt.

Für die gesamte Fläche müsse zunächst ein Bebauungsplan erstellt werden, berichtete der Bürgermeister. "Mittelfristig kann es sinnvoll sein, in Altkalkar Mehr-Generationen-Häuser zu errichten", meinte Fonck im RP-Gespräch. In diesem Bereich könnten auch bis zu 30 "normale" Einfamilien- und Doppelhaushälften entstehen.

Ortsprägend für Kalkar

"Ich möchte gerne Altkalkar von einem problembehafteten Punkt entlasten und hier eine neue Wohnstruktur schaffen, die auch ortsprägend für Kalkar ist", hatte der Bürgermeister nach dem Kauf des ersten Komplexes vor knapp eineinhalb Jahren gesagt. Dieses Ziel hat er nun unmittelbar vor Augen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE