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Der Kreis Kleve hat fünf erste Notfallsanitäter ausgebildet

Drei Jahre Ausbildung : Die ersten Notfallsanitäter des Kreises

Eine Frau und vier Männer verfügen nun über die höchste nicht-ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Was unterscheidet Notfallsanitäter von Rettungsassistenten? Und wie sieht die Ausbildung im Kreis Kleve aus?

Die ersten vom Kreis Kleve ausgebildeten Notfallsanitäter haben jetzt ihre Prüfungen bestanden. Und die Behörde ist offenbar mächtig stolz auf den Nachwuchs: Eine Notfallsanitäterin und vier Notfallsanitäter hätten „mit herausragende Abschlussnoten die dreijährige Ausbildung beendet“, wie es nun in einer Mitteilung heißt. Sie werden künftig in den Rettungswachen des Kreises Kleve arbeiten.

Nach Abschluss der Ausbildung haben die Notfallsanitäter die höchste nicht-ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Sie sind Fachleute für die notfallmedizinische Versorgung akut erkrankter oder verletzter Menschen sowie für den Transport von Patienten. Bestandteile des Berufs sind medizinische, technische und psychologische Kenntnisse und deren Anwendung.

Im Gegensatz zum Rettungsassistenten übernehmen sie auch selbstständig ärztliche Aufgaben und sichern so eine schnelle und effektive medizinische Hilfe in Notfällen. „Sie dürfen im Einsatz deutlich mehr“, bringt es Kreissprecher Benedikt Giesbers auf den Punkt. Die Ausbildung gibt es überhaupt erst seit einigen Jahren. „Das Personal ist damit deutlich besser geschult“, sagt Giesbers.

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Während der dreijährigen Ausbildung finden im Wechsel theoretischer Unterricht an der Rettungsdienstschule Simulations- und Notfallakademie Krefeld sowie praktischer Unterricht in verschiedenen Kliniken und in den Rettungswachen des Kreises Kleve statt. Fünf Auszubildende gab es, genauso viele wie es Lehrwachen im Kreis gibt. Alle fünf arbeiten künftig an den Rettungswachen, an denen sie auch ausgebildet worden sind. Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre hätten Elemente wie Einsatzfahrten mit Rettungsbooten auf dem Rhein oder Szenarien auf dem Übungsgelände „Training Base“ am Airport Niederrhein in Weeze gehört, wie der Kreis Kleve sagt.

Landrätin Silke Gorißen gratulierte den Absolventen zu den bestandenen Prüfungen. „Sie haben sich für einen Beruf entschieden, bei dem es im wahrsten Sinne um Leben und Tod geht und der sie zu vielen schrecklichen Unfällen führen wird. Alleine dafür gebührt Ihnen schon unser großer Respekt“, sagte die Landrätin. „Wir freuen uns sehr über engagierte und sehr gut ausgebildete Nachwuchskräfte im Rettungsdienst.“

Im Kreis Kleve wird der komplette Rettungsdienst ohne Fremdvergabe aus der eigenen Hand betreut, wie Kreissprecher Benedikt Giesbers sagt, die Mitarbeiter sind somit im öffentlichen Dienst tätig. Das sei in anderen Teilen des Landes durchaus anders. „Der Bedarf ist groß, wir brauchen im Rettungsdienst immer gute Leute“, sagt Giesbers. Das zeigt sich auch anhand einiger Zahlen aus der Kreisleitstelle: Sie nimmt jährlich mehr als 52.000 Notrufe entgegen und koordiniert rund 44.000 Einsätze, davon etwa 26.000 Rettungseinsätze und 14.000 Krankentransporte. Rund 330 Telefonate gehen täglich in der Kreisleitstelle ein und aus – mehr als 140 davon sind Notrufe.