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Goch: Der Gocher Zeltkarneval geht weiter

Goch : Der Gocher Zeltkarneval geht weiter

Nach dem Aus der Kolpinghaus-Betreiber, die auch für das Karnevals-Festzelt mitverantwortlich waren, war die Sorge groß, dass dies auch das Ende des Gocher Zeltkarnevals bedeuten würde. Nun hat das RZK eine gute Nachricht.

Die Geschichte des Gocher Karnevalszelts nahm ihren Anfang im Jahr 2007. Damals wurde es erstmals auf dem Marktplatz gleich vor dem Rathaus aufgebaut und schon im Premierenjahr kamen Tausende, um hier die heiße Phase des Karnevals zu feiern. Ein Zelt für die Narren, das war es offenbar, was der Hochburg an der Niers noch gefehlt hatte.

Drei Jahre lang ging es hier zwischen Möhneball und Rosenmontagszug hoch her. Im Jahr 2010 erfolgte dann eine Zäsur. Das Zelt wechselte den Standort, wurde fortan auf dem Klosterplatz aufgebaut. Und wegen der gigantischen Nachfrage bei der Gelegenheit auch gleich einige Nummern größer. Längst gehörte das Feiern zwischen Plane und Holzboden fest zur Karnevalstradition und war so beliebt, dass im selben Jahr auch die Nachbarstadt Kleve die Faszination Festzelt für sich entdeckte.

Daher stieg die Temperatur in der Gocher Gerüchteküche spürbar, als Anfang Juni dieses Jahres das Ehepaar Schmallenbach das Kolpinghaus schließen musste und Privatinsolvenz anmeldete. Denn die Schmallenbachs waren es, die mit der Bruns & Schmallenbach Catering- und Veranstaltungs-GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) für das Gocher Zelt verantwortlich waren.

Vieles deutete darauf hin, dass dies auch das Ende des Gocher Zeltkarnevals bedeuten würde. Zumal in diesem Jahr nach dem Abbau des Zeltes umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Klosterplatz nötig geworden waren – hierbei mussten Pflasterschäden beseitigt werden, die durch die Zeltarbeiten entstanden waren.

Doch jetzt, gut drei Wochen vor dem offiziell inoffiziellen Sessionsauftakt im Kastell, der Prinzenvorstellung, beendet der Vorsitzende des Festkomitees Gocher Karneval (RZK) die Spekulationen. Auf Nachfrage der Rheinischen Post sagte Frank Bömler: "Es wird im kommenden Jahr definitiv ein Festzelt in Goch geben und auch die üblichen Veranstaltungen. Möhneball, die Feier nach dem Rathaussturm und der Rosenmontag sind gesichert."

Die Vorbereitungen würden auf Hochtouren laufen, so Bömler. Auch wenn er sich den Namen des neuen Betreibers nicht entlocken lassen wollte, verriet er zumindest, dass es gelte "Bewährtes zu übernehmen, gewisse Dinge aber auch zu ändern". Ob sich das auf die Zeltgröße, den Kartenverkauf oder beispielsweise das Programm bezieht, ließ Bömler offen. "In Kürze wird es hierzu weitere Informationen geben. Wichtig ist erst einmal, dass alle wissen, dass der Zeltkarneval in Goch auf jeden Fall weitergeht".

Noch vor dem für Karnevalisten magischen Datum 11.11. soll es allerdings möglich sein, an Karten für die jeweiligen Veranstaltungen zu kommen. Die Details folgen, so Bömler.

(RP)