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Kleve: Der Förderer von St. Martinus

Kleve : Der Förderer von St. Martinus

KLEVE-BIMMEN Am 27. Juli ist in Köln-Rodenkirchen Werner Otten, geboren am 18. September 1918 in Bimmen, verstorben. Er war ein großzügiger Förderer seiner Heimatkirche St. Martinus und seines geliebten Dorfes Bimmen. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse verstarb nach einem langen, erfüllten Leben voller Tatkraft, Einsatz und Verantwortungsgefühl. Er erreichte große berufliche Erfolge und engagierte sich in vielen Ehrenämtern.

In einem Nachruf heißt es: "Der Zusammenhalt der Familie, in deren Kern die 60-jährige, überaus glückliche Ehe mit seiner geliebten Ilse stand, war für ihn eine große Freude und Befriedigung". 17 Stiftungen mit einem Spendenbetrag von insgesamt 194 000 DM hat Werner Otten von 1979 bis 2003 der St.-Martinus-Kirche in Bimmen zukommen lassen: 1979 das Kirchenfenster "St. Christopherus" der Kunstgewerblichen Werkstätten Steinhoff, Zyfflich, 1987 die Martinussteele vor dem Kirchenportal aus französischem Basaltlava, angefertigt durch den Bildhauer Christoph Wilmsen aus Kalkar-Appeldorn, 1986 die Restaurierung der St.-Josefs-Statue und Zuschuss zur Heimatvereinsfahne, 1988 ein Evangeliar in rotem Ziegenleder mit vergoldeten Eckbeschlägen und Echtgoldschnitt und Zuschuss zu einem Marienbildstock mit Gefallenengedächtnisstätte, 1994 Zuschuss zu einem Allzweckzelt des Heimat- und Musikvereins Bimmen, 1994 einen Zelebrationsaltar aus Eiche und belgischem Granit, erstellt durch G. Ahrens, Weibern-Wabern, 1996 Kirchenanstrahlung und Weihnachtsbeleuchtung, 1997 einen Sisal-Fußbodenbelag im gesamten Kirchenbereich, 1998 ein Vortragekreuz aus Silber, erstellt durch Goldschmied Wilhelm Polders, Kevelaer, 1998 vier Bänke und einen Tisch, 1999 einen 58 Meter langen Friedhofszaun, 1999 Erneuerung der Pastorengruften mit drei neuen Kreuzen, 2000 eine Turmuhr, drei beleuchtete Anlagen und eine funkgesteuerte Hauptuhr, 2001 ein "Ewiges Licht" aus Silber mit echten Bleikristallen und Email auf Feinsilber von Polders, Kevelaer, 2003 Zuschuss zur Restaurierung des Barockaltares und sonstige Spenden für die Dorfgemeinschaft. Der Verstorbene hatte 23 Jahre in Bimmen gewohnt und hat in der St.-Martinus-Kirche zehn Jahre lang fast jeden Tag die Messe gedient. 1941 verlegte er seinen Wohnsitz nach Köln. Gerne kam er immer wieder in sein Heimatdorf und besuchte dort die Pfarrkirche. Am Sonntag, 9. August, ist um 8.45 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der St.-Martinus-Kirche Bimmen, der er mit seinem Herzen stets verbunden war.

(RP)