Kleve: Der Faktor Mensch

Kleve : Der Faktor Mensch

Das Gros der Energiekosten sind in neuen Häusern, gerade in Passivhäusern, die Kosten für die Warmwasserbereitung. "Früher rechnete man Dreiviertel für die Heizung, ein Viertel für das warme Wasser, heute ist das genau umgekehrt", sagt Hülsmann.

Doch gerade diese Kosten werden vom Faktor Mensch bestimmt. "Wir arbeiten jetzt an einem System, mit dem jeder Student sich mit seiner EC-Karte oder mit einer Uni-Karte ein Stromkontingent herunterlädt. Deshalb werden wir das warme Wasser auch mit Untertischgeräten erzeugen", sagt der Architekt. Wenn das Kontingent abgelaufen ist, soll der Studierende rechtzeitig gewarnt werden, damit er nicht plötzlich im Dunkeln sitzt oder zum Kaltduscher wird. Dafür muss es einen Rechner geben, der alle 57 Zählerstellen des Hauses und die dazu gehörigen Kontingente "im Blick" hat. Wichtig: Der Kühlschrank und das Flurlicht werden wiederum an einen allgemeinen Stromstrang gelegt. Wobei der Kühlschrank in einer festen Einbauküche sitzt . . . "Wir hoffen so, Wasser- und Stromverbrauch kalkulierbar zu machen und vor allem ein gerechteres Abrechnungssystem zu bekommen. Die Heizung ist in der Miete drin, und einen großen Teil des verbrauchten Stroms produziert das Haus selbst", sagt Hülsmann.

(RP/jul)
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