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Kleve: Der Blick bleibt frei: Park vor Koekkoek

Kleve : Der Blick bleibt frei: Park vor Koekkoek

Die komplette Fläche von Haus Koekkoek bis zum Spoykanal soll nach dem jetzt offen liegenden Bebauungsplan in der Breite des Koekkoek-Platzes unbebaut bleiben. Der Parkplatz kann weiterhin großflächig überbaut werden.

Der neue Bebauungsplan für den Minoritenplatz in Kleve wurde gestern offengelegt und im Internet (www.kleve.de) veröffentlicht. Die in der Vorgängerplanung noch vorgesehenen Baufelder innerhalb der Wallgrabenzone sind herausgenommen: Die komplette Fläche von Haus Koekkoek bis zum Spoykanal wird damit in der Breite des Koekkoek-Platzes unbebaut bleiben.

Das Malerpalais wird so auch optisch als besonderes Denkmal in der City der Stadt herausgehoben. Die Fläche vor Koekkoek, dem ehemaligen Kurfürsten und Rexing wird größtenteils grüne Parkfläche sein. Lediglich der bereits bestehende Parkplatz unterhalb des Koekkoek-Platzes fügt sich in die Grünfläche ein. "Es sollen auch allein diese jetzt vorhandenen Parkplätze erhalten bleiben, alles andere wird öffentliche Grünfläche", erklärt Kleves Kämmerer Willibrord Haas.

Wichtig sei ihm, dass der neue Bebauungsplan sehr eng mit der Bodendenkmalpflege abgestimmt ist, so Haas. "Die alte Stadtmauer bleibt geschützt im Boden", sagte er. Und: "Die Volksbank Kleverland kann zeitnah ihre Baugenehmigung erhalten."

Der taillierte Bankbau steht weiter parallel zum Kanalufer. Zwischen Kanal und Bank liegt ein Streifen, der groß genug für einen breiten Gehweg und in den Plan als "anzupflanzend" eingezeichnete Bäume ist. Der als Parkplatz genutzte Teil des Minoritenplatzes wird zu rund Zwiedritteln überbaut werden können. Hier hat die Stadt das Baufeld weiter in den Plan geschrieben, das auch Sontowski überbaut hätte. "Man kann innerhalb dieses Baufeldes bauen", sagt Haas. Es ist also weiterhin möglich, ein Geschäftshaus mit einer Architektur wie Sontowski zu errichten, ebenso wie beispielsweise die vom Klever Architekten Hülsmann angeregte Stadthausbebauung. "Die Stadt hat hier weiterhin alle Möglichkeiten in der Hand — über die Bauleitplanung ebenso wie über den Verkauf des Grundstücks", sagt Haas. Schließlich sei die Fläche im Besitz der Stadt. Als Baufeld ist auch der komplette Block Deutsche Bank, ehemalige Scala, Mensing und "Alexander Herrenmode" ausgewiesen, so dass dieses Karree bei Bedarf geschlossen werden kann.

Dass noch vor den anstehenden Kommunalwahlen im Mai neue Vorschläge für eine Bebauung des Platzes kommen, ist angesichts des anlaufenden Wahlkampfes eher unwahrscheinlich. Erst wird sich der neu zusammengesetzte Rat konstituieren, dann wird man das Thema wohl frühestens nach den Sommerferien im Herbst auf die Tagesordnung setzen können.

(RP)