Volksbank Kleverland präsentiert "Der Traum vom eigenen Heim": Der Architekt - Maßschneider fürs Haus

Volksbank Kleverland präsentiert "Der Traum vom eigenen Heim" : Der Architekt - Maßschneider fürs Haus

Wer mit Hilfe eines Architekten sein Heim baut, zahlt meist mehr, als wenn er die Arbeiten einem Bauträger überlässt. Dafür bekommt der Bauherr aber auch ein Gebäude, das sich an den Bedürfnissen seiner Familie orientiert.

Das Haus ist für diesen Ort geplant und nur für diesen Ort. Es ist ganz und gar auf die Bedürfnisse seiner Bewohner abgestimmt — von den modernen offenen Grundrissen bis hin zu den perfekt sitzenden Einbauschränken, von der Ausrichtung des Hauses zur Sonne und zu den Blickachsen, die möglich sind. Der Kalkarer Architekt Jochen Kleemann hält ein weißes Architekturmodell in die Höhe: Es ist eine Villa im "International Style" in der Nähe von Düsseldorf. Ein schickes Teil.

Aber es muss nicht gleich eine Villa sein, wenn man ein individuelles Haus haben möchte. Das Haus vom Architekten sei letzten Endes immer das bessere Haus, weil es maßgeschneidert für seine Bewohner ist, sagen Gunnar Ader und Jochen Kleemann. Ader fügt hinzu, dass auch bei einem Umbau immer ein Architekt zumindest zu Rate gezogen werden sollte: "Er weiß besser, wie ein Bau auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen ist, sieht auf dem Plan schnell, dass es sich vielleicht lohnt, mit wenigen Eingriffen den Grundriss erheblich zu verbessern."

Ader und Kleemann führen seit 1993 das gleichnamige Architekturbüro in Kalkar, das Projekte weit über die Region hinaus umsetzt, in Kleve unter anderem die Stadthalle umbaute, den Info-Pavillon vor Schloss Moyland ebenso entwarf wie den neuen gläsernen Anbau im eoc. — und auch individuelle Einfamilienhäuser baut.

"Der Architekt entwickelt jedes dieser Häuser von Beginn an neu", sagt Jochen Kleemann. Zunächst wird mit dem Bauherrn geklärt, wie viel Raum er braucht, wie viele Zimmer, wie das Haus aussehen soll. "Wir müssen in diesen oft sehr persönlichen Gesprächen herausfinden, was ein Bauherr wirklich möchte", sagt Ader. Dazu müsse der Bauherr bereit sein: "Das ist dann wie ein gutes Abenteuer, wenn man zusammen den Bau entwickeln kann", sagt Kleemann. Pläne werden gezeichnet, ein Modell gebaut, damit sich der Bauherr vorstellen kann, wie sein Haus später einmal funktioniert. Tatsächlich ist das Architekturmodell immer noch die beste Möglichkeit, einen Eindruck von der Körperlichkeit eines künftigen Gebäudes zu bekommen. Es sagt mehr aus, als die besten Computeranimationen. Es müssen die gewünschte Technik und vor allem die Gesetzeslage geklärt werden: Soll es ein Passivhaus werden, stimmen die Abstandsflächen zu den Grenzen der Nachbarn, werden die kommunalen Bauvorschriften eingehalten? Für den Entwurf, die Ausführungspläne, Statik und die Kosten für Genehmigungen sind zwischen zwölf und 14 Prozent der Bausumme fällig. Für ein Architektenhaus müsse man ohne Grundstück mit 250 000 bis 300 000 Euro rechnen, meint Ader.

In den Summen ist ein vom Architekten geplantes Haus teurer, als die meisten angebotenen Bauträgerhäuser. Aber es ist in der Regel größer und besser ausgestattet. "Bei einem individuell gebauten Haus sind die Steckdosen, wo man sie braucht, nicht nur die beiden üblichen", rechnet Kleemann. In der Regel suche der Bauherr auch wertigere, also teurere Materialien aus, andere Fliesengrößen als bei einem Bauträgerhaus. "Wenn wir eine Fensterwand von fünf Meter Länge einbauen, wird das natürlich teurer, als die üblichen drei Meter vom Bauträger", sagt Ader.

Letzen Endes sei der Bau eines Hauses immer eine Budgetfrage, sagt Ader. Und der Bauherr muss sich klar sein: Er nimmt für sein Haus über einen langen Zeitraum eine große finanzielle Belastung auf sich. Aber vor allem: Er muss darin wohnen und sich wohlfühlen. "Dann ist das Haus, das sich wirklich an den Bedürfnissen des Bauherrn und seiner Familie orientiert, vielleicht doch das Bessere und vor allem: Es hat Charakter", sagen die Architekten.

(RP)
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