Kleve: Den Niederrhein schmackhaft gemacht

Kleve: Den Niederrhein schmackhaft gemacht

Die Region wirbt auf der Grünen Woche in Berlin für sich. Kulinarische Spezialitäten vom Küchenchef des Seeparks, Blütenpracht einer Floristin. Das Blumenmädchen und die Spargelprinzessin sind sehr beliebte Selfie-Motive.

Die Dame ist sich unsicher. "Sind die aus Plastik?", fragt die Besucherin am Stand der Leader-Region "Leistende Landschaft" (Leila) auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin und fasst vorsichtig an die Blüte. Sie bewundert die englischen Gartenrosen "Royal Beauties" aus Straelen im großen Bouquet. Die niederländische Floristenmeisterin Lily Belen agiert am Stand und auf der Bühne. Schon bald bilden sich große Menschentrauben, um zu sehen, zu hören und vielleicht etwas Florales zu ergattern.

Unter Belens geschickten Händen wurden aus einfachen Fahrradansteckern kleine Ansteck-Blumensträußchen, aus Rosen und ein wenig Beiwerk Ringe oder festlicher Armschmuck. "Das Publikum war begeistert und ließ sich von mir gerne die Schönheiten des Niederrheins und insbesondere der Gartenbauregion um Straelen erläutern", berichtet die Floristin.

Viele Besucher, insbesondere die weiblichen, zeigten großes Interesse an den angebotenen Ausflügen "Landpartie mit Gartenbau & Genuss". Ob nun aus Bayern oder aus Sachsen, die Aufmerksamkeit in der Niederrheinhalle auf der IGW war hoch und damit die Hoffnung, manchen Besucher in Straelen wiederzusehen. Nicht zuletzt auch wegen der großen Regale mit frischen Kräutertöpfen aus der Straelener Gärtnerei Rankers, "LaBio". Die Besucher konnten bei einem Quiz raten, um welche Sorte Kräuter es sich handelt.

Die niederländische Floristenmeisterin Lily Belen zeigte am Stand der Leader-Region "Leistende Landschaft" auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, was sich alles aus Blumen machen lässt. Tatkräftige Hilfe gab es vom Straelener Blumenmädchen Sabrina Nent. Foto: lin

Ute Neu und Simone Schönell vom Regionalmanagement Leader-Region "Leistende Landschaft" hatten den Stand gestaltet und kümmerten sich intensiv um die Werbung für die Region "Niederrhein" mit ihren verschiedenen Gemeinden an Niers und Lippe. Die Vertreter der Bezirksregierung nahmen alles wohlwollend zur Kenntnis.

In direkter Nachbarschaft zum Leila-Stand hatten die Walbecker ihr Premium-Produkt, den Spargel, positioniert. Es gab ihn nicht nur als Foto oder im Einweckglas, sondern auch herrlich zubereitet von Michael Pongs, Küchenchef im Gelderner Seehotel. Er kochte auf der Show-Bühne und kommentierte dabei seine Arbeit.

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Doch die meisten Blicke der Besucher zogen die beiden Damen, das Straelener Blumenmädchen Sabrina Nent und die Walbecker Spargelprinzessin Marina Engelbergs, auf sich. In ihrem himbeerfarbenen, mit Pailletten besetzten Kleid beziehungsweise in knallroter Spitze waren sie eine Augenweide. Abzusehen, dass von den beiden jede Menge Fotos im Netz kursieren werden. "Ich weiß gar nicht, mit wem ich mich alles habe fotografieren lassen", sagt Blumenmädchen Sabrina Nent lächelnd. Überall wurde sie von den Gästen für ein Selfie angesprochen. Auch die Polizeistreife auf der Messe war von ihnen sehr angetan.

In guter Gesellschaft befand sich der Stand von Leader in direkter Nachbarschaft mit "Fairer Milch", Blutwurst (Flönz) und dem "Wald- und Forst-Ministerium". Letzterer war als überdimensionaler Baum in den Gängen unterwegs und deshalb einfach nicht zu übersehen. Für die meisten war der Begriff "Niederrhein" nicht unbedingt deutlich. Das hat sich im Laufe der Veranstaltung aber sehr verändert, denn viele hatten bunte Kataloge von NT-Tourismus in ihren Taschen, die zu Hause gründlich studiert werden dürften.

Ehrengäste fehlten nicht. So kamen im halbstündigen Wechsel der Tross mit NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und der Landtagsabgeordneten Margret Vosseler an die Stände des Niederrheins. Überall flammten die Blitzlichter auf, Kameras surrten. Der Verein Agrobusiness Niederrhein hatte sogar extra eine Fotobox installiert. Bereitwillig ließen sich alle dort ablichten.

Nach getaner Arbeit und Messeschluss trafen sich alle Niederrheiner in der Eckkneipe mit dem treffenden Namen "Xantener Eck".

(RP)
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