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Kleve: Den niederländischen Nachbarn umwerben

Kleve : Den niederländischen Nachbarn umwerben

Einen ersten Vorboten für die Aktivitäten im neuen Jahr lieferte die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve den aufmerksamen Beobachtern bereits Mitte Dezember.

"Raum für Investitionen — Kreis Kleve" lautete die Werbebotschaft auf dem kleinen, 20 Zentimeter langen Lastkraftwagen, der über den Klever Fachhandel gefertigt und angeboten wurde. Und schon beim ersten Hingucken erkennt man, dass der Fünfachser aus dem "Kindertraum" vor allem die Logistik-Branche erreichen soll.

"Ja, der Kreis Kleve ist in Anbetracht vergleichsweise niedriger Bodenpreise und verfügbarer Flächen für die immer noch expandierende Logistik-Branche zweifelsfrei ein interessantes Umfeld", bestätigte Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers. Man werde das Thema Logistik stärker in den Fokus nehmen, so der Wirtschaftsförderer auf Anfrage der RP. So werden Hunderte von Unternehmen bis Ende Februar angeschrieben. Eine in Kleve beheimatete Marketing-Beratung mit deutlicher Niederlande-Ausrichtung lieferte Adress-Material. Die Fortsetzung und Intensivierung der Gespräche mit dem Niederländisch-Deutschen Businessclub in Kleve ist terminiert. "Gerade der niederländische Nachbar soll immer wieder in seinem Gefühl bestätigt werden, hier im Kreis Kleve gern gesehen zu sein", so die Kreis-WfG.

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Wohl auch deshalb wird der Kreis Kleve im Jahr 2010 in allen Ausgaben der "DNHK Markt" — dem einzigen zweisprachigen Wirtschaftsmagazin in den Niederlanden und offiziellen Organ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer mit Sitz in Den Haag — ganzseitig und Zielgruppen gerecht mit allen 16 Standorten des Kreisgebietes vertreten sein. "Ruimte voor investeringen — over land — over water — door de lucht" werden die Niederländer auch auf die viel zitierte Tri-Modalität hin angesprochen, die den Kreis Kleve mit dem guten Autobahn-Netz, dem Rhein-Waal-Terminal in Emmerich am Rhein und dem Airport Weeze auszeichnet.

Jeder vierte Euro - 25 Prozent des Exports der Niederländer - geht nach Deutschland — Grund genug, an Entwicklungsfelder in der "Schwellenregion Kreis Kleve" zu glauben. Wie es die Firma Konica-Minolta tat, die das mit 80 000 Quadratmetern stattliche Logistik-Zentrum der Bremer Lagerhausgesellschaft (BLG) bezog. Etwa 3 000 Personen arbeiten im Kreis im Logistik-Segment, die Tendenz ist steigend und hat auch mit Vos Logistics in Goch einen aus den Niederlanden stammenden großen "Player". "Alle diese Faktoren werden uns motivieren, aus der PR-Aktion Sommertour Food nach drei erfolgreichen Jahren die Sommertour Logistik zu machen", so Kuypers, der eines herausstellt: Auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise sei das Gefälle zwischen niederländischen und deutschen Gewerbeflächen-Preisen das Pfund, mit dem es zu wuchern gilt.

(RP/guis)