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Deichverband Xanten-Kleve ärgert sich über Kritik aus Kalkar

Diskussion ums Radfahren : Deichverband weist Kritik der Kalkarer Politik zurück

Der Deichverband Xanten-Kleve sagt, es müsse nun einmal derjenigen den Radweg zahlen, der ihn wolle. Und das sei die Stadt Kalkar.

(nik) Viele Niederrheiner freuen sich schon auf den neuen Radweg auf dem Deich zwischen Hönnepel und Grieth. So wie ja auch rechtsrheinisch und auf niederländischer Seite Deich-Radeln möglich und sehr beliebt ist. Am Weiterbau des Radwegs bis zur Rheinbrücke will sich der Deichverband Xanten-Kleve nicht beteiligen.

Der Verband, vertreten durch den Geschäftsführer Bernhard Schlüß, schreibt mit Verweis auf den RP-Artikel vom 17. März:  „Sicherlich ist ein Betrag von rund 370.000 Euro für ein circa 3,2 km langes Stück Deichkronenweg eine hohe Summe für die Stadt Kalkar. Den größten Teil dieser Summe verursacht die Anlegung einer Querungshilfe auf der L8 mit 205.000 Euro. Diese Querungshilfe außerhalb der Deichtrasse soll dem Radfahrer in Zukunft  eine gesicherte Querung der Rheinuferstraße ermöglichen.“

Schlüß erklärt, dass derjenige, der die Freizeit-Nutzung des Deichkronenweges wünsche, auch die Kosten für Viehsperren und Weidezäune übernehmen müsse. „Eine großzügige Behandlung derartiger Wünsche durch den Deichverband Xanten-Kleve ist laut Verbandssatzung nicht möglich und kann auch den Verbandsmitgliedern nicht vermittelt werden.“ Der Bau des Deichkronenweges über 3,2 km wird alleine mindestens 0,6 Millonen Euro kosten. „Dies wird anscheinend in Kalkar nicht wahrgenommen. Wenn der Ausgabenanteil der Stadt Kalkar von 370.000 Euro  für die Deichwegenutzung  zu 70 Prozent anderweitig bezuschusst wird und die Planfeststellung eine Nutzung möglich macht, kann die Kommune eine Strecke von 3,2 km für rund 110.000 Euro Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung stellen. Zu diesem Kurs kann die Stadt nicht annähernd einen vergleichbaren Weg bauen.“

Nach Ansicht des Deichverbands dürften Nebenkosten für ökologischen Ausgleich, Grunderwerb und Unterhaltungskosten nicht angeführt werden, weil diese an jeder anderen Stelle für Rad- und Fußwege ja ebenso anfielen.