Kranenburg: Das sagt Bürgermeister Steins

Kranenburg : Das sagt Bürgermeister Steins

Bürgermeister Günter Steins hat in seinem Antwortschreiben auf den offenen Brief des Kirchenvorstands, das an Kirchenvorstand und Gemeinderat ging, die unterschiedlichen Positionen dargestellt und einen Lösungsansatz aufgezeigt. Steins betont, dass die Einrichtung eines Pfarrzentrums oberste Priorität habe – und zwar vor dem Erhalt des St. Johannes Hospitals. Dieses wiederum sei aber ein für die Gemeinde kulturträchtiges Gebäude, dessen Erhalt erstrebenswert sei. „Außerdem ist das Ensemble von Kirche, Kirchplatz, Pastorat und Stift ein städtebauliches Kleinod, das nicht leichtfertig preisgegeben werden sollte.“. Indes: Ein sukzessiver Verfall des Gebäudes sei nicht im Interesse der Öffentlichkeit. „Sinnvoll und erstrebenswert wäre es, beide Ziele – also Einrichtung eines Pfarrzentrums und Erhalt des Stifts – in Einklang zu bringen.“

Die Idee: Der historische Gebäudeteil wird einem Investor – der bereits gefunden ist – unentgeltlich übertragen, dieser kernsaniert das Gebäude. Die Kirchengemeinde behält das Eigentum am linken Flügel, gegen eine Zahlung von 325 000 Euro wird auch dieser Teil kernsaniert und nach den Wünschen der Kirchengemeinde als Pfarrzentrum ausgebaut. Die Freifläche vor dem Gebäude solle, so Steins, im Eigentum der Kirchengemeinde bleiben. Die verbleibenden Teile könnten für Büroflächen für freie Berufe und bevorzugtes Wohnen genutzt werden.

Dafür hat die Kranenburger Architektin Gabriele Schmidt-Sauerland schon ein Konzept erstellt – und zwar gemeinsam mit dem Investor. Ihr „Kauf-Vorschlag“: „Immobilie und Grundstück werden zum symbolischen Preis von einem Euro an den Investor übergeben.“ Dieser erstelle auf dem abgetrennten Grundstück ein Pfarrzentrum mittleren Standards von 350 Quadratmetern für die Kirchengemeinde. Der (noch festzulegende) Preis solle bei 325 000 Euro liegen.

(RP)
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