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Kleve: Das neue Rathaus wird ein Passivhaus

Kleve : Das neue Rathaus wird ein Passivhaus

In nichtöffentlicher Sitzung des Hauptausschusses wurde der Politik der endgültige Rathausentwurf vorgestellt. Die Politik ist optimistisch, dass nach Einhaltung einer Rügefrist in der Ratssitzung am 6. Februar entschieden werden kann.

Endlich scheint das Licht am Ende des Tunnels näher zu kommen: Die Entscheidung über die Sanierung des Rathauses steht kurz bevor. In nichtöffentlicher Sitzung des Hauptausschusses wurde den Politikern der endgültige Entwurf vorgestellt. Dennoch werden Politik und Verwaltung eine Rügefrist einhalten müssen, falls es einen Einspruch geben sollte. Wenn es glatt läuft, soll der Entwurf für das künftige Rathaus dann am Tag nach der nichtöffentlichen Diskussion den Klever Bürgern vorgestellt werden.

"Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass das Verfahren jetzt über die Bühne gehen kann. Mehr ist dazu nicht zu sagen, um das Verfahren nicht doch noch zu gefährden", hieß es gestern unisono aus der Klever Politik. Die Zeichen stehen nicht, wie vor zwei Jahren, auf Sturm, als einer der Bieter vor Gericht zog und das ganze Unterfangen Rathausausschreibung noch einmal aufgerollt wurde. Damals wurde beanstandet, dass die Unternehmen nicht die gleichen Voraussetzungen bekommen hätten.

Auch in diesem Jahr waren die von der Stadt beauftragten Beraterbüros Niemann+Steege und Rechtsanwalt Kamphausen an der Auswahl der vorgelegten Entwürfe beteiligt. Aus der Politik sickerte auch durch, dass beide am Verfahren beteiligten Bauunternehmen ein Rathaus in Passivhausstandard angeboten haben. So wird die Verwaltung, wenn der Rat am 6. Februar entscheiden kann, einen Verwaltungsbau auf dem neuesten Stand der Technik bekommen und langfristig Energiekosten sparen können. Vermutlich bekommt das Rathaus auch eine Gestaltung, die später mit dem hell verputzten Haus Koekkoek harmonieren soll, hieß es. Diese Gestaltungsfragen werden bis zur besagten Ratssitzung am Mittwoch, 6. Februar, noch diskutiert.

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Es herrsche auch Einigkeit darüber, am Standort zu bleiben und die Sanierung so an dem Ort des alten Rathauses umzusetzen, wie es vor Jahren bei der Bürgerbefragung entschieden worden sei. So hatte sich SPD-Fraktionschef Alexander Frantz in seiner Etatrede entschieden für die Sanierung des Rathauses am vorhandenen Standort ausgesprochen, und der CDU-Grande Rudolf Kliver die Wichtigkeit der Tradition betont, die der Bürger mit dem Ort verbinde, an dem seit Kriegsende Rat und Verwaltung eine Bleibe gefunden hatte.

Das habe, so weiland Rudolf Kliver in seinem Brief an die RP, der Bürger bei der Abstimmung sehr fein erkannt und das solle die Politik auch berücksichtigen. Tatsächlich lagen beim Werkstattverfahren die beiden Varianten B und C, die beide das Rathaus an seiner alten Position belassen hatten, weit vor der Variante A, der einen neuen Standort favorisierte. Variante B war sogar im gleichen Kostenrahmen wie A.

(RP/rl)