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Kreis Kleve: "Das Klimahaus gehört zu den Sahnehäubchen der Hochschule"

Kreis Kleve : "Das Klimahaus gehört zu den Sahnehäubchen der Hochschule"

Um die Menschheit mit herkömmlicher, bäuerlicher Landwirtschaft ernähren zu können, bräuchte man 1,4 Erden. "Wir haben aber nur eine Erde", sagt Dr. Arthur Leenders. Der Grünen-Politiker und zweite Bürgermeister der Stadt Kleve erinnerte in seiner Rede zum ersten Tag des Klimahauses der Hochschule Rhein-Waal an kulturübergreifende Modelle, die man suchen müsse, um das Problem Welternährung lösen zu können. Modelle, wie sie in der international arbeitenden Hochschule angedacht würden – für eine bessere Saat, für eine bessere Ernte, aber im Sinne einer "nachhaltigen Landwirtschaft". So, wie es der gleichnamige Studiengang der Hochschule einfordert. Was in Kleve im Kleinen erforscht und gelehrt werde, könne später der Erde im Großen helfen, sagte Leenders. Dazu sei ein Klimahaus hilfreich, in dem die Landwirtschaft der Welt im Kleinen in den Kreis Kleve geholt werden könne.

Zuvor hatte Hochschulpräsidentin Prof. Marie-Luise Klotz in einer Feierstunde das Klimahaus als eines der "Sahnehäubchen" bezeichnet, die die Hochschule vorweisen könne. Ein Sahnehäubchen, das nicht nur innerhalb der Hochschule bei Dozenten und Studenten einen Fanclub habe, sondern auch bei den Menschen in der Region. Fast 1000 Bürger haben das Haus dieses Jahr schon besucht, sagte Prof. Dr. Jens Gebauer. Der Gartenbauer ist der Ansprechpartner für das Klimahaus.

Das Klimahaus soll in Zukunft von einem Obstlehrpfad und einem Schaugarten umgeben sein, sagt Gebauer. Jährlich wird eine Pflanze im Vordergrund stehen – so wie jüngst die Tomate, als vom "grünen Zebra" bis zum "sibirischen Finger" diverse Sorten angebaut wurden. Gebauer lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschule und ihren Studierenden und den landwirtschaftlichen Betrieben und Einrichtungen im Kreis.

(RP)