70 Beschicker auf zwei Plätzen Das ist die Klever Kirmes

Kleve · Welche Fahrgeschäfte bietet die große Klever Kirmes, wie sind die Kinderkarussells und die Klassiker? Wir gingen nach dem Fassanstich durch Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing über die Plätze mit den 70 Beschickern.

Kopfüber auf der Kirmes
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Kopfüber auf der Kirmes

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Foto: Klaus-Dieter Stade (kds)

Ernst schaut sie in sich hinein, als ließe sie die Fahrt noch einmal Revue passieren. „Gut war‘s. Richtig gut“, sagt Melanie. Die 14-Jährige hat die erste Runde auf dem „Fly Over“ erwischt, startete hoch oben über der Kirmes unmittelbar nach dem Anstich des Freibierfasses durch Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing und die Schausteller Dirk Janssen und Matthias Voss. Der Bürgermeister haute den Hahn nicht ohne Bier zu verspritzen ins Fass und damit war die Kirmes mit ihren 70 Beschickern eröffnet.

Acht große Fahrgeschäfte Hoch hinaus geht’s in diesem Jahr nicht  im Riesenrad, sondern im Kettenkaraussell Fly Over. Denn ein Riesenrad gibt’s in Kleve nur jedes zweite Jahr. Und mit Blick nach oben auf die kreisenden Sesselchen an den Ketten sagt Gebing, dass er doch das Jahr noch auf‘s Riesenrad warten möchte. Nach einem kurzen Hupen vom Fly Over stimmte nahm die Kirmes dann richtig Fahrt auf – da stimmte dann auch der Kirmes-Sound. Wie die heftigen Beats vom Break-Dancer nebenan, der jaulend Fahrt aufnahm. Der Break-Dancer gehört zu den größten seiner Art. Kein Pardon mit seinen Gästen hat das Biest. Und die feiern das mit hellem Kreischen, wenn der lange Arm des Kraken mit den Sesseln zunächst hoch oben über der Kirmes stehen bleibt, zurück pendelt, um sich dann im zweiten oder dritten Versuch doch zu überschlagen. Nicht ohne kurz im Zenit einen Moment zu verharren und alle langen Haare nach unten wehen zu lassen. Spaß mit der Fliehkraft ohne Ende bietet auch der Taumler - gut wer sich hier halten kann. Auf der anderen Seite des Kanals wartet der Disco-Dancer darauf, die Kirmesbesucher herumzuwirbeln. Und wer besonderen Spaß möchte, bekommt hier noch einen Becher Wasser dazu: Bleibt das Nass im Becher oder fliegt  der Becher auf die Gaffer - da muss man zugucken oder mitfahren. Bleiben die Klassiker, die auf keiner Kirmes fehlen dürfen: Die Raupe und der Autoscooter, der das E-Fahren schon erfunden hatte, als Batterie-Autos nur Spielzeuge waren. Klassisch auch die Achterbahn: Die Crazy-Mouse zockelt hinaufgezogen noch gemütlich gen Himmel, um dann in engen Kurven den Ausblick auf die Kirmes zu geben, bevor sie sich hinabstürzt, wieder auffährt und in luftiger Höhe noch einmal enge Runden dreht, um wieder hinabzustürzen.

Sechs Kinderkarussells Auf die Kleinen warten die feinen bunten Karussells – zum Beispiel die Flieger, die brav ihre Runden drehen und hoch und runter steigen. Konzentriert sitzen an anderer Stelle Jungen und Mädchen auf dem Pferd oder im Wagen, die sie in eine andere Welt entführten. Vor allem weil Mama und Papa immer erst nach einer Runde wieder im Blick sind.

Auf zwei Plätzen Der Fachbereich Innere Sicherheit und Ordnung hat zusammen mit den Schaustellern um Schaustellersprecher Dirk Jansen die Kirmes auf den beiden Plätzen rechts und links des Kanals in der Klever Unterstadt an der Hochschule aufgebaut. Der Gang entlang der Stände windet sich kurzweilig an den Fahrgeschäften entlang, Los- und Schießbuden, Büchsenwerfen und vieles mehr sorgen für Gaudi. Nicht nur die Fischbude mit Riesenbackfisch, der an allen Enden aus dem Brötchen quillt, oder dicke wie selbstgemachte Pommes helfen gegen den kleinen Hunger für zwischendurch. Viele „Biergärten“ über die beiden Plätze verteilt stillen den Durst. Gebrannte Mandeln kommen auf der Kirmes aus Wien - mit dem Schmäh sind sie noch viel besser. Süßes und Saurers gibt’s aus der Tüte in 100 Gramm Schritten zum Aussuchen

Laufgeschäfte Die Geisterbahn gleich am Eingang in die Kirmes lockt lockt so richtig „schön“ gruselig und auf der anderen Seite des Kanals wartet das Vergnügen im gläsernen Irrgarten: Hier sind die Wege nicht die, die sie scheinen.

Zeiten Bis Sonntag, 23. Juli sorgt die Kirmes für Trubel. Das Volksfest ist werktags ab 14 Uhr und samstags und sonntags ab 12 Uhr eröffnet und schließt um Mitternacht. Von Donnerstag, 20. Juli, bis Samstag 22. Juli, geht’s sogar bis drei Uhr in der Früh. Am Dienstag, 18. Juli, ist die traditionelle Schausteller-Messe um 10.30 Uhr, am Donnerstag der Familientag mit reduzierten Preisen und am Sonntag, 23. Juli, mit Bier für 1,50 Euro. Zum Abschluss am 23. Juli stertet zur Dunkelheit das große Höhenfeuerwerk vom Hochschul-Campus.

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