1. Euregionaler Online-Kongress: Das Internet sinnvoll nutzen

1. Euregionaler Online-Kongress : Das Internet sinnvoll nutzen

Beim 1. Euregionalen-Online Kongress im Klever Tichelpark-Kino haben Experten Tipps gegeben, wie Unternehmen das Internet am besten für sich nutzen können. Die Rheinische Post und RP ONLINE präsentierten das Treffen.

Das Internet hat sich in den vergangenen 20 Jahren rasant entwickelt. Wie sehr, machte der Leiter des Ressorts "Report" bei der Rheinischen Post und Moderator, Ulli Tückmantel, direkt zu Beginn des Kongresses deutlich. 1991 wurde das erste Mal ein Kamerabild im Internet übertragen: eine Kaffeemaschine in der Universität Cambridge. Damals sei das für ihn so spannend gewesen "wie die Mondlandung", erinnerte sich Tückmantel. Heute kommt der Kaffee auch dank des Internets in sein Haus. Aber als Monats-Abo und in Form von Kaffee-Kapseln — durch einen großen Internetversandhandel.

Wie man mit der rasanten Entwicklung von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken Schritt halten kann, diskutierten beim 1. Euregionalen Online-Kongress im Klever Tichelpark-Kino Experten aus Deutschland und den Niederlanden mit rund 200 Teilnehmern. Präsentiert wurde die Veranstaltung von der Rheinischen Post, der IHK Duisburg-Wesel-Kleve, der Kamer van Koophandel Centraal Gelderland sowie der Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve.

Suchmaschinenoptimierung

Wie es ein Unternehmen schafft, optimal im Internet gefunden zu werden, und somit am Ende neue Kunden generieren kann, thematisierte Johannes Bornewasser, SEO-Manager von RP ONLINE. Themengebiet von Bornewasser ist die sogenannte Suchmaschinenoptimierung.

"Google hat einen Marktanteil von rund 94 Prozent aller Suchmaschinen. Optimieren Sie Ihre Website für Google, sind Sie für den gesamten Markt gut aufgestellt", sagte Bornewasser. Damit eine Website im vielfältigen Angebot des Internets nicht untergeht, gab er diverse Tipps und grundlegende Hilfestellungen.

"Denken Sie vor allem an den Benutzer Ihrer Website, nicht primär an die Suchmaschine", mahnte Bornewasser. "Ihre Seite sollte guten Text beinhalten - mit den richtigen Stichworten", lautete einer der vielen Hinweise des SEO-Managers. "Achten Sie aber nicht nur auf den Fließtext, sondern auch auf die Seiten-Titel und -Beschreibungen Ihrer Website", fuhr Bornewasser in seinem einstündigen Vortrag fort und erarbeitete schließlich Best-Practice-Beispiele mit dem Publikum.

Social Media

Während man bei Google nach Informationen sucht, geht es bei Sozialen Netzwerken um den Kontakt mit Menschen. "Das sind zwei völlig verschiedene Ansätze", betonte Referent Daniel Backhaus, Social Media Manager und Coach. Backhaus hat unter anderem schon den Auftritt bei der Deutschen Bahn auf den Portalen Facebook und Twitter konzipiert. Unter seiner Führung ist der Hilfe-Kanal bei Twitter etabliert worden. Kontaktiert man dort einen Bahnmitarbeiter, erhält man innerhalb weniger Minuten eine signierte Antwort. "Praktisch als wäre ein Mitarbeiter der Bahn immer dabei, der mir hilft, wenn ich ein Problem habe", sagte Backhaus. Nur so seien soziale Medien für Unternehmen sinnvoll nutzbar — über den direkten Kontakt mit den Kunden.

"Bewertungen und Empfehlungen werden Kaufentscheidungen stärker beeinflussen als Marketing", betont Backhaus, der jedoch vor Aktionismus im Netz warnte: "Sonst kann ein soziales Netzwerk ganz schnell zum asozialen Netzwerk werden."

Die niederländische Sicht der Dinge brachte Jurriaan de Mol in den Kongress mit ein, der seine Arbeit als Direktor des Regionalbüros für Tourismus Arnheim und Nimwegen vorstellte. Das regionale Onlineportal informiert multilingual über alles Wissenswerte aus der Region.

In der anschließenden Podiumsdiskussion konnten die neuen Eindrücke ausführlich mit weiteren Fachleuten diskutiert werden. Die Fragen wurden noch wie in alten Zeiten gestellt: Mit Stift und Papier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder vom ersten Euregionalen Online-Kongress in Kleve

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