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Kreis Kleve: Das Haus im See

Kreis Kleve : Das Haus im See

Peter Fox kann seinen Liedtext vom "Haus am See" umschreiben. Das "Haus im See" wird der neue Kult. Eines davon steht – derzeit noch als Forschungsstation des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme – auf dem Kiessee im Birgelfeld bei Kalkar-Hönnepel.

Peter Fox kann seinen Liedtext vom "Haus am See" umschreiben. Das "Haus im See" wird der neue Kult. Eines davon steht — derzeit noch als Forschungsstation des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme — auf dem Kiessee im Birgelfeld bei Kalkar-Hönnepel.

Dieses Haus "schwimmt" nicht nur auf dem Wasser. Es gibt zudem mehr Energie ab, als es selbst verbraucht. Und tut gerade so, als lebe eine vierköpfige Familie in ihm. Plus-Energiehaus heißt das, was auf 120 Quadratmetern Wohnfläche das Heim einer Familie simuliert — mit allem, was dazugehört: Wärme-, Wasser-, Stromverbrauch.

Das alles und noch viel mehr wird insgesamt zwei Jahre vom Fraunhofer Institut überwacht, erforscht und analysiert, so dass in Zukunft eine Siedlung mit optimal-effizient arbeitenden Plus-Energiehäusern am, im und rund um den Kiessee entstehen könnte. Das, was hinter diesem außergewöhnlichen Wohnhaus steckt, erläutert der Klever Architekt Friedhelm Hülsmann, dessen Büro Hülsmann & Thieme für die Entwicklung des Hauskonzeptes zuständig ist.

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Genau 109 Sensoren, sprich Datenpunkte, liefern alle 90 Sekunden aktuelle Werte über den Energie-Zustand des Hauses. Licht und Wasser spielen beispielsweise für die Photovoltaik-Erhebungen eine große Rolle. Darüber hinaus ist eine Wärmepumpe im Einsatz, die den See als Quelle nutzt und je nach benötigter Energie/ Temperatur in unterschiedlicher Tiefe des Wassers zu finden ist.

30 Meter geht's im See nach unten — wärmen und kühlen sind gleichermaßen möglich. Innovative Heiztechniksysteme, inklusive Fußbodenheizung, Be- und Entlüftung, massive Isolierung und dreifach-verglaste Fenster spielen sich die Bälle einer optimalen Versorgung im Haus zu. Der über die drei Photovoltaik-Anlagen gewonnene Strom, der nicht im Haus benötigt wird, geht ins allgemeine Netz. Für Projektinvestor, das Kieswerk Maas-Roeloffs, und für Hülsmann sind mehr als die Hälfte der Testphase bereits ins Land gegangen.

(RP/rl)