Kranenburg: Das Einkaufsparadies von Kranenburg

Kranenburg: Das Einkaufsparadies von Kranenburg

Die Pläne für die Erweiterung der "Frischearena" nehmen Kontur an. Der Projektentwickler, die Firma Landmarken aus Aachen, hat erste Visualisierungen erstellt. Bis März sollen die ersten Verträge mit Interessenten abgeschlossen werden.

Thomas Binsfeld ist Mitglied der Geschäftsführung bei der Landmarken AG. Das Unternehmen bietet unter anderem die Planung und Entwicklung von Einkaufszentren an. So wie die "Frischearena" in Kranenburg am "Großen Haag". Binsfeld hat bereits den ersten Teil des neuen Zentrums der Gemeinde entwickelt. Derzeit plant er auch den zweiten Abschnitt des Einkaufcenters, der auf der anderen Straßenseite entwickelt werden soll. Der Planer ist davon überzeugt, dass auch die Erweiterung an der Umgehungsstraße Sinn macht. Über ausbleibende Kundschaft muss sich demnach keiner Sorgen machen. Ausreichend Einkauftouristen aus dem Nachbarland werden das Angebot nutzen.

Über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit Discountern, Vollsortimentern oder Spartenanbietern wollte Binsfeld auf Nachfrage unserer Redaktion noch keine konkreten Angaben machen. Er sagte jedoch, dass das Interesse groß sei, sich in Kranenburg anzusiedeln. Bekannt war, dass sich Penny ebenso vergrößern will wie der Rewe-Markt. Beide sind bereits Teil der Arena. Binsfeld erklärt, dass ein weiterer Vollsortimenter von Qualität kommen werde. Edeka sei hier äußerst interessiert. Zusätzlich wird ein weiterer Discounter das Angebot erweitern. Ein zeitgemäßer Getränkemarkt soll ebenfalls Platz finden.

"Wir legen zudem Wert darauf, dass Sortimentslücken geschlossen werden", sagt Binsfeld. So ist ein weiterer Textilanbieter ebenso im Gespräch wie ein Schuhgeschäft. Attraktiver wird das Kaufcenter auf der Wiese durch einen Sport- und Outdoor-Anbieter, der ebenfalls gehandelt wird. "Im ersten Quartal dieses Jahres werden Ergebnisse präsentiert", sagt Binsfeld. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, ist noch offen. Zunächst muss noch der Flächennutzungsplan geändert werden.

Neben dem Auffüllen der neuen Fläche mit Geschäften, verfolgt Binsfeld ein weiteres Ziel, das die Händler der Großen Straße, dem eigentlichen Kern Kranenburgs, freuen dürfte. Wenn es denn funktioniert. "Die Verzahnung zwischen dem Einkaufcenter und der Innenstadt wollen wir verbessern", betont er. Durch das "Kranenburger Tor", sollen die Käuferströme in den Ortskern geführt werden. Im Eingangsbereich der Klever Straße hat die Gemeinde drei Häuser gekauft, durch die wird die Abrissbirne pendeln. An dieser Stelle wird das "Tor zur Einkaufsarena" entstehen (die RP berichtete). Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins hatte im vergangenen Jahr betont, wie wichtig der Bau der Arena sei. Die Niederländer wären sonst an Kranenburg vorbei nach Kleve gefahren, um dort einzukaufen, so Steins.

Um die Kunden sicher von den Parkplätzen wieder auf die Umgehungsstraße zu führen, ist das im Straßenverkehr beliebte Instrument, Kreisverkehr gefragt. Dieser soll zwischen den beiden Einfahrten zum alten und dann neuen Teil der Arena angelegt werden.

Dass die Pläne der Gemeinde sinnvoll sind, erläutert Markus Gerber von der Industrie- und Handelskammer Niederrhein (IHK). "Das Potenzial für einen Ausbau des Angebots in Grenznähe ist eindeutig vorhanden", sagt er. Für den Fachmann im Bereich "Stadtentwicklung" muss diese Erweiterung nicht die letzte sein. "Nach jedem Schritt sollte man analysieren, wie sich das Kaufverhalten entwickelt hat. Daraus sollten dann die nächsten Schritte folgen."

Aus Sicht des IHK-Mitarbeiters ist die Gefahr gering, dass in absehbarer Zeit die reisefreudige Kundschaft ausbleibt und somit Kaufkraft schmilzt. Doch gab es einst Zeiten, in denen vor niederländischen Diesel-Zapfsäulen ellenlange Schlangen von Autos mit deutschen Kennzeichen standen. Tankstellenbesitzer investierten große Summen. Wie sich recht schnell herausstellte, völlig umsonst.

(jan)
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