IT-System heruntergefahren Cyberattacke – IHK kämpft seit einem Monat mit Problemen

Niederrhein · Eine Cyberattacke auf die Industrie- und Handelskammer hat zu großen Problemen geführt. Aufgrund des gezielten Angriffs wurden die IT-Systeme der IHK kontrolliert vom Netz genommen, um möglichen Schaden zu vermeiden und Datensicherheit zu gewährleisten.

 Auf ihrer Internetseite informiert die IHK die Kunden.

Auf ihrer Internetseite informiert die IHK die Kunden.

Foto: Ludwig Krause

Auch die Niederrheinische IHK ist betroffen, und zwar schon seit dem 3. August. Wie Sprecherin Kristin Ventur am Montagmorgen auf Anfrage mitteilte, könne die Niederrheinische IHK keine externen E-Mails mehr empfangen und auch keine mehr verschicken. Das größte Problem sei, dass so genannte Außenwirtschaftsdokumente nicht mehr digital bearbeitet werden können. Das betrifft exportierende Unternehmen: Behörden zahlreicher Länder verlangen bei der Einfuhrabfertigung von Warensendungen amtliche Bescheinigungen von Geschäftspapieren. Die IHK stelt Ursprungszeugnisse und sonstige Bescheinigungen aus, die dem Wirtschaftsverkehr dienen. Durch das Herunterfahren der IT-Systeme kann das nicht digital erfolgen. Die Bearbeitung der Dokumente muss stattdessen vor Ort geschehen. Auch die Online-Anmeldung zu Veranstaltungen funktioniert nicht.