Kleve: Crowdfunding für Vereine auch 2018

Kleve: Crowdfunding für Vereine auch 2018

Die Internet-Spendersuche wird fortgesetzt. Bis jetzt wurden 40 Projekte umgesetzt. Die "Gesellschaft für Qualitätsprüfung" und "Focus Money" zeichneten die Volksbank Kleverland mit sehr guten Noten nach einem Test aus.

Das genossenschaftliche Prinzip "was einer nicht schafft, schaffen viele", das der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1848 "erfand", steht im Mittelpunkt des von der Volksbank Kleverland vor zweieinhalb Jahren ins Leben gerufenen Crowdfundings. Durch diese Internet-Spendersuche, bei dem viele Klein-Spender (und auch größere Unterstützer) gesucht und gefunden werden, kamen bis jetzt 85.000 Euro bei den Vereinen und Verbänden und Gruppen an, die für ihre Projekte sammelten. Die Volksbank gibt einen Zuschuss von zehn Euro für jede Fünf-Euro-Spende bis insgesamt 1000 Euro Zuschuss.

Dadurch konnten Vereine neue Trikots, die DLRG ein Sonargerät für ihr Rettungsboot oder Schüler ein pädagogisches Theaterprogramm mit mini-art für die Antonius-Schule Hau finanzieren. "Da haben sich die Schüler ins Zeug gelegt, haben die Viertklässler die tollsten Aktionen gestartet - und genug Geld für das Projekt gesammelt", sagt Alfie Niklas von der Volksbank Kleverland, die das Crowdfunding betreut. Jeder könne hier seine Lieblingsprojekte mit kleinen oder großen Beiträgen unterstützen und so eine Umsetzung ermöglichen.

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Bis jetzt wurden 40 Projekte umgesetzt - und das soll weiter gehen. Die Volksbank hat das Projekt für 2018 verlängert, dem Jahr, in dem Raiffeisen seinen 200 Geburtstag feiern würde. "Der Spendentopf wurde gerade wieder mit 10.000 Euro aufgefüllt", freut sich Alfie Niklas. Derzeit laufen Aktionen für die Renovierung des Schießstandes der Bürgerschützen Till-Moyland oder für einen "Teilchendetektor für den Stratosphärenflug" für das Schülerforschungszentrum der Berufsschule. Für das Stratosphärenprojekt wird neben dem Detektor ein Wetterballon inklusive GPS-Tracker, die Genehmigung der Luftfahrtbehörde, eine Luftfahrtversicherung, Helium Gas, eine Kamera und das Equipment zur Messdatenerfassung benötigt. "Genossenschaftlich können wir so Vieles stemmen", sagt Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland. Zusätzlich habe die Bank 2017 regionale Vereine mit 100.000 Euro unterstützt, sagt Ruffing.

Es herrschte nicht nur wegen der Fortsetzung des Crowdfundings Feierlaune in der Vorstandsetage der Volksbank Kleverland. Im Tagungsraum verkündeten mit Blick über die sich entwickelnde Klever Unterstadt und die Hochschule Rhein-Waal Vorstandsvorsitzender Frank Ruffing und Vorstandsmitglied Peter-Severin Seidel auch die Auszeichnung der Volksbank Kleverland durch die Bankentester der "Gesellschaft für Qualitätsprüfung" und von "Focus Money" (GfQ). Bei Focus Money wurde die Genossenschaftsbank "Testsieger in der Privatkundenberatung" mit der Note 1,38 und bei der GfQ gab's sogar eine 1,2 für den Titel "Beste Bank vor Ort". Besonders stolz sei man darauf, dass sich die Bank im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessern konnte, sagte Seidel. Der Test im Oktober und im November sei durch verdeckte Kunden durchgeführt worden, erklärt Heike Liebeton von der Volksbank Kleverland. Ruffing unterstrich den genossenschaftlichen Ansatz und die Verankerung der Bank in der Region: Man habe hier den Markt, die Kunden - und jeder Kunde könne auch Eigentümer der Bank sein. Genosse eben. Das fängt schon mit kleinen Einlagen an, die dem Kunden als Eigentümer auch eine Stimme in der Genossenschaft geben. Inzwischen habe die Volksbank 13.000 Eigentümer. Man sei eben eine durch und durch regionale Bank. Der Test habe zudem belegt, so Ruffing, dass genossenschaftliche Beratung den Kunden und seine Wünsche in den Mittelpunkt stelle.

(mgr)