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Kleve: Cosar: Ebenerdigen barrierefreien Bahnhof-Übergang prüfen

Kleve : Cosar: Ebenerdigen barrierefreien Bahnhof-Übergang prüfen

Der barrierefreie Übergang zwischen Bahnhof und P+R-Parkplatz auf der anderen Seite des Schienenstrangs bleibt in der Diskussion. Zwar will die Stadt per Gutachten prüfen, ob man barrierefrei über die Bahn kommt und was das kostet. Doch dass dabei "eine ebenerdige Querung der Gleise aus betriebstechnischen Gründen" von vornherein ausgeschlossen sein soll, stößt nicht nur Politikern auf. Jörg Cosar (CDU) möchte diesen Passus im Antrag an das Integrierte Handlungskonzept (IHK) so nicht hinnehmen. Es gebe genügend Vorbilder wie man behinderten- und rollstuhlgerecht über die Gleise führen könne: Mit Schranken für die Fußgänger, die beim Öffnen der Fußgängerschranken den Weg über die Gleise auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen fahrbar machen. "Es gibt genügend Beispiele, die das andernorts aufzeigen, wie gut das funktionieren kann. Ich verstehe nicht, warum die Bahn das in Kleve kategorisch ausschließt", sagt Cosar. Tatsächlich steht im Antrag an das IHK, dass eine ebenerdige Querung der Gleise aus betriebstechnischen Gründen nicht zulässig sei. Stadtsprecher Jörg Boltersdorf hatte auf RP-Nachfrage bestätigt, dass aus Sicht der DB AG eine ebenerdige Querung (also niveaugleich) der Gleise nicht möglich ist (wir berichteten). Das will Cosar so nicht hinnehmen und nochmals prüfen lassen. "Wir sprechen hier über einen Sackbahnhof, wo in der Regel in der Stunde nur zwei Züge langsam ein bzw- ausfahren", sagt er.

Wie wichtig ein barrierefreier Übergang ist, erklärt der Klever Schulpolitiker mit einem Großvorhaben der Stadt Kleve: Auf der anderen Bahnseite wird das Konrad-Adenauer-Gymnasium neu gebaut werden, so der Plan. Schon jetzt ist das KAG das barrierefreie Gymnasium in Kleve und wird es mit einem Neubau erst recht sein. Viele Schüler des Klever Gymnasiums kommen mit dem Bus. Und der wird wohl am neuen zentralen Busbahnhof halten.

Das ist auch nicht unlogisch, weil es von dort bis zum Standort der neuen Schule nicht weit ist. Dann müssen alle Schüler, die am zentralen Busbahnhof ankommen und in die neue Schule wollen, über die steilen Treppen hinauf und wieder herunter. Ein solcher Weg sei wohl kaum mit einer barrierefreien Schule vereinbar, sagt der CDU-Politiker. Habe man aber einen ebenerdigen Übergang, wie er an vielen anderen Strecken zu besichtigen sei, könne man künftig ganz auf die alte Brücke verzichten, sagt der CDU-Politiker. Er verweist auf Broschüren von sicheren Gleisquerungen, die man bequem aus dem Internet herunterladen könne . . .

(RP)