1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Coronavirus Kreis Kleve: Drei weitere bestätigte Corona-Infizierte

Personen aus Geldern und Kerken betroffen : Drei weitere bestätigte Corona-Fälle im Kreis Kleve

Eine Person aus Kerken und zwei aus Geldern sind erkrankt. Gaesdonck hat Freitag und Montag geschlossen, die Kalkarer Grundschule bis Dienstag.

Drei weitere Fälle einer Corona-Infektion im Kreis Kleve sind jetzt nachgewiesen worden. Es handelt sich um eine Person in Kerken und zwei Personen in Geldern. Dies teilte der Kreis Kleve am Donnerstag, 12. März, mit. Demnach befanden sich die drei Personen in demselben Ort im Ausland wie die ersten beiden infizierten Personen. Auch diese drei neu infizierten Personen sind in häuslicher Quarantäne. Zwei der drei Personen haben geringe, die dritte Person hat mäßige Krankheitssymptome. Das Kreisgesundheitsamt ermittelt auch in diesen drei Fällen die Kontaktpersonen.

Bis jetzt zählt der Kreis Kleve fünf bestätigte Corona-Fälle. Die Familienmitglieder der ersten beiden in Kleve positiv getesteten Personen sind bislang nicht mit dem Corona-Virus infiziert. Sie bleiben jedoch weiterhin in häuslicher Quarantäne.

Um die Gesundheit von Patientnen, Bewohnern und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, schränkt die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kleve den Zugang zu ihren Einrichtungen für Besucher drastisch ein. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, so die KKLE.

In den vier Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums (St.-Antonius-Hospital Kleve, Wilhelm-Anton-Hospital Goch, Marienhospital Kevelaer, St. Nikolaus-Hospital Kalkar) sind ab dem Donnerstag, 12. März, 21 Uhr, keine Patientenbesuche mehr möglich. Nur der Besuch schwerstkranker Patienten ist nach individueller Absprache weiterhin möglich. Eine weitere Ausnahme sind Geburten (Väter). Dringend benötigte persönliche Gegenstände wie Wechselkleidung oder Toilettenartikel können in den Empfangsbereichen abgegeben werden.

Der Unterricht am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Kleve wird ab Freitag, 13. März, wieder ganz normal stattfinden. Die Schule war vorsorglich für Donnerstag, 12. März, geschlossen worden, weil es einen Corona-Verdachtsfall gegeben hatte. Dieser hat sich jedoch nicht bestätigt. „Es besteht also keine erhöhte Gefahr, so dass wir unsere Schüler wieder unterrichten können“, sagt Schul-Direktor Timo Bleisteiner. Allerdings ist jetzt das bischöfliche Gymnasium Gaesdonck betroffen. Wie Direktor Markus Oberdörster in einem Elternbrief mitteilt, wird der Unterricht am Freitag und Montag nicht stattfinden. Internatskinder, die nicht nach Hause können, werden auf dem Campus weiter betreut. Hintergrund der Vorsichtsmaßnahme ist, dass im familiären Umfeld eines Schülers Corona aufgetreten ist. Das Kind weise bisher keine Symptome auf, wird aber jetzt getestet. Das Ergebnis soll am Montag vorliegen. Dann ist klar, ob der Unterricht fortgesetzt werden kann oder nicht. Auch die Kalkarer Josef-Lörks-Grundschule ist bis Dienstag, 17. März, geschlossen. Wie auf der Homepage der Schule zu erfahren ist, wurde ein Elternteil der Schule positiv getestet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung bleibt die Schule vorerst geschlossen.

Wie das Gesundheitsamt des Kreises Kleve am Donnerstag, 12. März, mitgeteilt hat, ist der Test auf das neuartige Corona-Virus „Covid-19“ bei einem Kind aus Kleve-Kellen negativ ausgefallen. Damit ist die Empfehlung, den Kindergarten „Arche Noah“ vorrübergehend zu schließen, wieder aufgehoben. Die entsprechende Empfehlung hatte der Kreis am 10. März ausgesprochen, nachdem bei einem Angehörigen des Kindes eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen wurde. Die Pfarrei St. Willibrord als Trägerin des Kindergartens hatte mit der sofortigen Schließung der Einrichtung reagiert.

Als zuständiger Pfarrverwalter erklärte Propst Johannes Mecking nun: „Ich bin froh und erleichtert, dass sich das Kind nicht mit dem Virus infiziert hat. Für uns bedeutet das, dass der Regelbetrieb ab Freitag, 13. März, wieder aufgenommen werden kann. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei den Eltern sowie allen Mitarbeitern für ihre besonnenen Reaktionen und für die Unterstützung durch das Gesundheitsamt des Kreises Kleve.“

(mgr/cat/nik)