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Coronavirus Kreis Kleve: 121 Infizierte - die Zahl steigt

Kreis Kleve : 121 mit Corona infizierte Personen im Kreis

Zahl der Infizierten steigt. Neue Maßnahmen mit Kontaktsperre. Landrat hält am Vorschlag fest, die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Kreis Kleve Der Kreis Kleve zählt inzwischen 121 Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion, Stand Sonntag, 22. März, 12 Uhr. Davon sind sieben in Bedburg-Hau, 17 in Geldern, zwei in Goch, 18 in Issum, elf in Kalkar, 14 in Kerken, zwölf in der Wallfahrtsstadt Kevelaer, sieben in Kleve, drei in Rees, zwei in Rheurdt, zwölf in Straelen, vier in Wachtendonk und drei in Weeze. In Klärung befinden sich neun Meldungen. Von den insgesamt 121 bestätigten Corona-Fällen befindet sich eine Person im Krankenhaus. Das teilte Kreissprecherin Ruth Keuken mit.

Die neuen Maßnahmen Landrat Wolfgang Spreen bestätigte nach der Sitzung der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin, dass der Kreis Kleve daran festhalte, keine Ausgangssperre zu verhängen. Spreen begrüßte, dass Bund und Länder mit einem Bündel von Maßnahmen wie beispielsweise dem Kontaktverbot von mehr als zwei Personen reagiere, aber weiter erlaube, dass die Menschen hinausgehen dürfen. Damit sei ein Stück freiheitlicher Demokratie gewahrt worden. „Eine Ausgangssperre kann nur die Ultima Ratio sein“, sagt der Landrat.

Unterstützung der lokalen Wirtschaft Während die Bürgermeister der Kommunen im Kreis Kleve eine Unterstützung der lokalen Wirtschaft mit zehn Millionen Euro durch den Kreis ablehnen (die Kommunen wären alle über die Kreisumlage beteiligt) hält Spreen weiter an seinem Vorhaben fest. „Die Sorge um die Wirtschaft bleibt, die von mir vorgeschlagene Unterstützung von Kleinbetrieben und Selbständigen ist weiter aktuell. Denn viele kämpfen schon jetzt um ihr Überleben“, sagt Spreen. Zwar hätten die Bürgermeister/innen ihre Meinung öffentlich gemacht, aber die Frist für das Benehmen der Kommunen laufe noch, so dass der Kreis auf die Antwort der Städte und Gemeinden warte. „Alle sechs Fraktionen im Kreistag haben den Plan begrüßt“, erklärt Spreen. Die Unterstützung der lokalen Wirtschaft durch den Kreis solle Mittel aus EU-, Bundes- und Landesprogrammen ergänzen. Er gebe zu bedenken, dass jedes Unternehmen, das einmal geschlossen hat, nur sehr schwer wieder aufmache oder zu ersetzen sei.

Einkaufen beim Einzelhandel Derweil versuchen Händler, den Kontakt zum Kunden zu halten: So liegen bei der Buchhandlung Hintzen bestellte Bücher tags darauf im Briefkasten, werden beim Schuhaus Schönell bestellte Hausschuhe prompt vor die Haustür gestellt: Natürlich trug die Botin Mundschutz. Restaurants liefern Mittagessen aus.